Familiennachzug

Grundsätzlich kann jeder Mensch, der als Flüchtling in Deutschland anerkannt wurde, seine Familie nachziehen lassen.
Nach der Beantragung des Familiennachzugs, muss die Familie in dem Land, in dem sie sich aufhält, in einer deutschen Botschaft ein Visum beantragen. Mit dem Visum kann die Familie offiziell nach Deutschland einreisen. Sie erhält sofort den Aufenthaltsstatus des bereits hier lebenden Angehörigen. Die sonst übliche Prozedur durch Asylverfahren und Unterkünfte entfällt.

Dieses Recht auf Familiennachzug haben jedoch nur Ehepartner und minderjährige Kinder. Mütter, Väter, Onkel, volljährige Kinder usw. sind ausgeschlossen.

Das Asylpaket 2 der Bundesregierung hat das Recht auf Familiennachzug massiv eingeschränkt: Menschen mit Fluchterfahrung, die einen Subsidiären Schutz erhalten haben, haben bis zum 16. März 2018 KEIN RECHT auf Familiennachzug mehr. Geflüchtete aus Syrien erhalten inzwischen zu 75 Prozent einen Subsidiären Schutz – zuvor waren sie größtenteils durch die Anerkennung als Flüchtling nicht von der Verschärfung betroffen.

Die Zusammenführung von Familien werde systematisch verhindert – das ergibt die Auswertung eines Projekts zum Familiennachzug, das PRO ASYL gemeinsam mit dem Flüchtlingsrat Niedersachsen gestartet hat. Der gesamte Artikel ist unter www.proasyl.de/news/familiennachzug-wird-systematisch-verhindert/ nachzulesen.

 

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