Interkulturelle Frauengruppe Mondfrauen

Die Mondfrauen: Ziele und Tätigkeiten

Frauen finden schnell Kontakt zu Frauen. Ziel war und ist es, geflüchteten und anderen zugewanderten Frauen einen regelmäßigen Treff anzubieten, bei dem sie Frauen aus ihren eigenen und anderen Communities kennenlernen und sich austauschen können. Auch die, denen die neue Heimat vor allem als Chance zur Selbstverwirklichung dient, finden Gleichgesinnte auf dem Weg zu einer nachhaltigen Integration. Sie finden außerdem Unterstützung bei der Überwindung sozialer und bisweilen kulturell bedingter Isolation, was alleine nur schwer gelingen kann.

Zur Zielgruppe gehören aber auch Bürgerinnen, die sich für Ideen der Vielfalt und einer Kommunikation, die kulturelle Verschiedenheit überwindendet, begeistern, und die gerne Frauen aus anderen Ländern kennen lernen. Die Gruppe Mondfrauen ist ein geschützter Raum, in dem Integration zunächst im Kleinen beginnt: eine Gruppe Zuwanderinnen trifft auf eine heterogene Gruppe der Einwanderungsgesellschaft, sie tauschen sich aus und lernen
sowohl Sprache wie auch wechselseitig ihre kulturellen Hintergründe und individuellen Potenziale kennen.
Die Mondfrauen tragen als Institution zum Empowerment bei. Bei den monatlichen Treffen geraten die Themen vom Kleinen zum Großen: neben Aktivitäten wie Basteln, Kochen und Spielen wird auch inhaltlich gearbeitet: wo sind wir verschieden, wo haben wir Gemeinsamkeiten, welches sind unsere Potenziale, wie ist unsere Rolle in der Gesellschaft. In der Gruppe formulieren Frauen ihre Interessen und Hoffnungen, die sie mit Blick auf die
individuelle Zukunft pflegen. Mit der Gruppe erforschen Neuzuwanderinnen mittels Exkursionen z.B. in die Welt der Bildung, der Kultur, der Arbeit und des Sozialen die Möglichkeiten und Bedingtheiten der neuen Heimat. Aus der Gruppe heraus entwickeln Frauen Selbstbewusstsein und erarbeiten sich eigene Strategien zur Selbstverwirklichung.
Zum Teil artikulieren sie in der Gruppe erstmals ihre individuellen Interessen und setzen sie mit Unterstützung anderer aus der Gruppe um: in Richtung von individueller Lebensweggestaltung, der Wahrnehmung von Bildungsangeboten, Ausbildungswegen oder der Arbeitsintegration.

Die Mondfrauen über die Mondfrauen

Wir Mondfrauen sind eine Gruppe von zugewanderten und deutschen Frauen, die in Norderstedt und Umgebung leben. Wir treffen uns einmal im Monat um gemeinsam etwas zu unternehmen und uns auszutauschen  . Zu unserer Gruppe gehören ca. dreißig Frauen, acht deutsche und zweiundzwanzig zugewanderte Frauen mit Kindern, wobei es sich bei letzteren um Flüchtlingsfrauen und andere Migrantinnen aus verschiedenen Herkunftsländern – beispielsweise Angola, Irak, Iran, Afghanistan, Sudan, Togo, Ägypten und dem Libanon – handelt.

Unsere Gruppe wurde im Jahr 1997 von Mitgliedern des Norderstedter Freundeskreises für Flüchtlinge mit Unterstützung der Migrationssozialberatungsstelle des Diakonischen Werkes Niendorf (heute Hamburg-West/Südholstein) in Norderstedt gegründet, als deutlich wurde, dass besonders die Flüchtlingsfrauen unter den Folgen der Flucht , der teilweise menschenunwürdigen Unterbringung in den Notunterkünften und der jahrelangen Ungewissheit bezüglich des Ausganges ihres Asylverfahrens leiden.

Ziel war und ist es, diesen Frauen einen regelmäßigen Treffpunkt anzubieten, bei dem sie sich mit anderen Frauen in ähnlicher Situation austauschen und auch Kontakt zu deutschen Frauen aufnehmen konnten. Auf diese Weise sollen sie aus ihrer Isolation herausgeholt, in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt und in der Integration unterstützt werden.

Zur Zielgruppe gehören aber auch Norderstedter Bürgerinnen, die Interesse daran haben, Frauen aus anderen Ländern und Kulturen kennen zu lernen. Die Frauengruppe soll ein geschützter Raum sein, in dem zunächst in kleinem Rahmen Integration stattfinden kann: eine Gruppe Zuwanderer trifft auf eine Gruppe der aufnehmenden Gesellschaft, sie tauschen sich aus und lernen voneinander. Bei den monatlichen Treffen wird neben Kaffeetrinken, Basteln, Kochen, Spielen und Ausflügen auch inhaltlich gearbeitet: wo sind wir verschieden, wo haben wir Gemeinsamkeiten, wie ist unsere Rolle in der Gesellschaft.

Zunehmend knüpft die Gruppe auch Kontakte nach außen und beteiligt sich an gemeinsamen Aktionen mit anderen Einrichtungen, beispielsweise der Gleichstellungsstelle der Stadt, dem Frauenhaus oder Kirchengemeinden.

Es ist auch weiterhin das Ziel – neben den verschiedenen Aktivitäten bei den regelmäßigen Treffen – durch Teilnahme an den Veranstaltungen Dritter für mehr Toleranz und Aufnahmebereitschaft unserer Gesellschaft gegenüber Migrantinnen zu werben.

Treffen

Jeden 1. Sonntag im Monat von 15- 18 Uhr (der Ort kann verschieden sein, bitte telefonisch vorher anfragen!)

Kontakt

Frau Hero Hewa Amin
oder bei der Flüchtlings- und Migrationsarbeit der Diakonie erfragen
Ochsenzoller Str. 85
22848 Norderstedt
Tel: 040-526 26 88

Hier geht es zur Homepage: http://www.mondfrauen.de/