Updates Afghanistan

Im Folgenden finden sie einige aktuelle Hinweise für Flüchtende und Unterstützende aus Afghanistan.


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Hier findet sich eine immer aktualisierte Zusammenstellung von neuen Informationen.
Die Infos werden auf Deutsch, Dari, Pashtu zur Verfügung gestellt.

Zur Webseite geht es hier.


Hinweis für eintreffende Ortskräfte aus Afghanistan in Deutschland

Aus konkretem Anlass hat der Flüchtlingsrat Niedersachen aktuelle Informationen für neu eintreffende Ortskräfte aus Afghanistan, die aufgrund ihrer Gefährdung nach dem Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan eine Aufnahmezusage erhalten haben, in den Sprachen deutschdari und pashtu zusammengestellt. Die Hinweise auf Dari und Pashtu finden sie hier.

  • Stellen Sie keinen Asylantrag! Sie kommen mit einer Aufnahmezusage und einem Visum im Rahmen des § 22 AufenthG nach Deutschland. Sie bekommen damit eine Aufenthaltserlaubnis und eine Arbeitserlaubnis. Es besteht daher kein Bedarf, einen Asylantrag zu stellen. Im Gegenteil: Die Aufenthaltserlaubnis würde erlöschen.
  • In der Regel wurden Sie bereits im Visumverfahren von Afghanistan aus einem der 16 Bundesländer zugewiesen (dies erfolgt nach dem sogenannten Königsteiner Schlüssel). Den meisten von Ihnen wurde der Zuweisungsort bereits in einem Formblatt mitgeteilt. Die Bedeutung des handschriftlich eingefügten Zuweisungsortes wird jedoch oft nicht verstanden, manchmal ist er auch schlecht lesbar. Bitte prüfen Sie Ihre Unterlagen nochmal und schauen Sie nach, welchem Ort oder Bundesland in Deutschland Sie zugewiesen wurden.
  • Wenn es noch keine Zuweisungsentscheidung gibt oder diese nicht bekannt ist, erkundigen Sie sich bitte beim BAMF, an welchen Ort oder welches Bundesland Sie zugewiesen wurden bzw. werden. Dabei hilft Ihnen eine Beratungsstelle oder der Flüchtlingsrat Ihres Bundeslandes. Wenn noch keine Zuweisungsentscheidung vorliegen sollte, können Sie zwar einen begründeten Wusch äußern, aber diesem wird häufig nicht entsprochen. Es empfiehlt sich, der Zuweisungsentscheidung schnell zu folgen. Sie können sich nicht aussuchen, wo Sie wohnen wollen. Auch wenn Sie irgendwo anders provisorisch bei Verwandten oder Freunden untergekommen sind, müssen Sie erst einmal der Zuweisungsentscheidung folgen.
  • Am Zuweisungsort müssen Sie zur Ausländerbehörde gehen. Dort erhalten Sie bei Vorsprache in der Regel eine Aufenthaltserlaubnis für drei Jahre gemäß § 22 AufenthG für sich und ihre Familienangehörigen. Darin enthalten ist auch die Arbeitserlaubnis und eine sog. Wohnsitzauflage, solange Sie kein eigenes Einkommen haben.
  • Melden Sie sich anschließend beim örtlich zuständigen Job-Center, wenn sie Leistungen zum Lebensunterhalt benötigen, und suchen Sie eine Krankenkasse.
  • Am Zuweisungsort wird Ihnen eine Unterkunft zugewiesen. Solange Sie Leistungen vom Staat beziehen, besteht die Wohnverpflichtung. Das bedeutet: Sie haben das Recht, zu reisen und andere Personen oder Veranstaltungen zu besuchen, aber Sie haben keine Möglichkeit, einfach an einen anderen Ort umzuziehen. Ausnahmen gelten nur für einen Umzug zur eigenen Familie (Ehepartner:in und minderjährige Kinder), oder wenn ein Arbeitsangebot vorliegt, das den Lebensunterhalt weitgehend deckt, oder in besonderen Härtefällen. Dazu wenden Sie sich an Ihrem Wohnort an Migrationsberatungsstellen.
  • Die Behörden des Zuweisungsortes sind auch für andere praktische Probleme zuständig, wie z.B. Kita-Plätze, die Einschulung der Kinder usw. oder medizinische Versorgung oder Hilfsmittel wie Rollstühle etc.

Hinweise der Behörde für Sport und Inneres Hamburg:

Die Behörde für Inneres und Sport verfolgt die Lage in Afghanistan und in Kabul im Besonderen mit großer Betroffenheit und Sorge. Wir stehen dazu auf Bundesebene im engen Austausch mit den zuständigen Bundesbehörden.

Das Auswärtige Amt hat eine zentrale Anlaufstelle eingerichtet. Dort werden alle Informationen für die Unterstützung von deutschen Staatsangehörigen, ehemaligen Ortskräften der Bundesregierung und weiteren Gefährdeten zentral bearbeitet.

Das Auswärtige Amt hat eine Krisenhotline geschaltet: 0049 (0)30-1817-1000 oder 00 49 (0)30-5000-1000, bittet aber um Verständnis, dass es aufgrund der Vielzahl an Anrufen zu Wartezeiten kommen kann. Um keine Zeit zu verlieren, können Sie sich per E-Mail an 040.krise19@diplo.de wenden.

Alternativ möchten wir Ihnen anbieten, die Anfragen für Sie an das Auswärtige Amt weiterzuleiten. Das gilt sowohl für Meldungen zu Personen, die sich noch in Afghanistan aufhalten, als auch zu denjenigen Personen, die bereits in Nachbarländern angekommen sind. Zu letzteren möchten wir darauf hinweisen, dass für die Einreise nach Deutschland weiterhin das übliche Verfahren gilt und ein Visum erforderlich ist. Anträge auf Erteilung eines nationalen Visums (Familienzusammenführung, Studium, Sprachkurs, Erwerbstätigkeit usw.) können an den Auslandsvertretungen in Islamabad oder Neu-Delhi gestellt werden. Weiter Informationen erhalten Sie hier: https://afghanistan.diplo.de/af-de/service/05-VisaEinreise  

Damit wir Ihre Angaben schnellstmöglich weitergeben können, nutzen Sie bitte das hier bereitgestellte Worddokument (unter Downloads) und berücksichtigen Sie die folgenden Hinweise:

– Benennen Sie das Worddokument mit dem Namen der gefährdeten Person: „[NACHNAME], [Vorname] – bei Familien bitte den Namen des Ehemannes verwenden, Bsp.: AZIZI, Abdul“.

– Bitte schicken Sie die Anfragen an das Funktionspostfach AFG@bis.hamburg.de.

Berücksichtigen Sie bitte, dass bei uns derzeit eine Vielzahl von Anfragen eingehen und diese nur dann zeitnah weitergegeben werden können, wenn Sie die o. g. Hinweise berücksichtigen.

Seien Sie versichert, dass derzeit auf allen Ebenen an Lösungs- und Unterstützungsmöglichkeiten gearbeitet wird.

Hamburgerinnen und Hamburger, die perspektivisch ehrenamtliche Hilfe anbieten möchten, kontaktieren am besten das Team der Freiwilligenkoordination. Sachspenden bitte an Hanseatic Help.

(Aktualisiert am 25.8.2021, 9 Uhr)

Rückfragen der Medien
Behörde für Inneres und Sport
Daniel Schaefer, Pressesprecher
Telefon 040 42839 2678
E-Mail: pressestelle@bis.hamburg.de

Den vollständigen Bericht finden sie hier.

Ein Dokument zur Meldung finden sie hier.


Informationen über Evakuierungsmöglichkeiten weltweit werden auf der web-Seite http://exitsos.com/  regelmäßig aktualisiert.


Über Evakuierungsmöglichkeiten in die USA informiert ein Info-Blatt der US-Army: https://www.frsh.de/fileadmin/pdf/Aktuelles/Automatic_reply_USA_Armee.pdf