Das Kabinett der linksgerichteten Minderheitsregierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez beschloss diese Woche ein Vorhaben, das einen Weg zum legalen Aufenthalt für bis zu 600 000 Menschen ohne Papiere in Spanien schafft. Die Legalisierung wird als Dekret umgesetzt, das Einwanderungsrichtlinien reformiert, und muss nicht durchs Parlament. Ein breites Bündnis aus Immigranten- und Solidaritätsgruppen sowie Gewerkschaften und katholischer Caritas hatte 700.000 Unterschriften für die Regularisierung der im Land lebenden Einwanderer ohne Papiere gesammelt und diese beim spanischen Parlament eingereicht.
Die Regierung verweist auf Arbeitskräftemangel und die soziale Lage vieler Betroffener, während rechte Parteien das Vorhaben strikt ablehnen und vor negativen Folgen warnen.
Frankfurter Rundschau: „Gegen Hass, für Rechte und Demokratie“: Spanien legalisiert bis zu 600.000 Migrantinnen und Migranten trotz rechter Opposition