Corona

  1. Allgemeines zum Thema
  2. Aktuelle mehrsprachige Informationen zum Coronavirus
  3. Hamburg
  4. Grenzschließungen
  5. Beratungsstellen
  6. Arbeiten während der Corona-Krise
  7. Existenzsichernde Leistungen/Jobcenter
  8. Informationen für Fachkräfte in der Jugendhilfe
  9. Unterstützung für Vereine und Initiativen während Corona
  10. Internationale Solidarität

1) Allgemeines zum Thema

Das Sars-Covid 19 Virus hat eine Pandemie ausgelöst. Weltweit gibt es bereits über 4.918.938 Menschen bestätigte Fälle, über 1.704.965 Menschen sind wieder genesen währen etwa 323.723 Menschen gestorben sind (Stand 20.05.2020). Auf www.hamburgasyl.de sammeln wir aktuelle Informationen auch und vor allem im Bezug auf Hamburg. Die Caritas Hamburg und das Diakonische Werk Hamburg haben eine umfassende Informationsbroschüre zur mit Informationen für Geflüchtete, Unterstützer*innen und Hauptamtliche in der Migrationssozialarbeit während der Corona-Krise herausgegeben.

Informationsbroschüre Migrationssozialarbeit in der Coronakrise (Stand 11.05.2020)

Eine Kurzversion ist als Download in mehreren Sprachen verfügbar.

Arabisch
Farsi
Englisch
Deutsch

Das Virus Sars-Covid 19 löst eine Atemwegserkrankung aus, die schwer verlaufen und im äußersten Falle zum Tod führen kann. Das Corona-Virus wird per Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen. Das Wichtigste ist jetzt die Lage ernst zu nehmen, Ruhe zu bewahren und die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Jeder und jede muss dabei mitwirken, um sich selbst und die Mitmenschen zu schützen.

Das gelingt, wenn Sie diese Regeln beachten:

  1. Bleiben Sie zu Hause in Ihrer Wohnung oder Ihrer Unterkunft.
  2. Vermeiden Sie engen persönlichen/physischen Kontakt zu anderen Menschen und halten Sie einen Sicherheitsabstand von 2 Metern ein.
  3. Waschen Sie sich oft und gründlich die Hände.
  4. Symptome für eine Infektion sind Husten bis hin zu Atemnot, Fieber und eine laufende Nase. Sollten Sie diese bei sich bemerken, gilt: Halten Sie sich von anderen Menschen fern! Begeben Sie sich umgehend in eine 14 tägige Quarantäne und rufen Sie die Notfallnummer an: 116117 Sie können auch zu Hause getestet werden.
  5. Wenn Sie noch keine Krankenversicherung haben, erfolgt die Kostenübernahme eines Tests durch das Gesundheitsamt. Sprechen Sie die Verantwortlichen in Ihrer Unterkunft oder bei den Sozialämtern telefonisch an.

Das Robert Koch Institut veröffentlicht regelmäßig neue Informationen zur Ausbreitung des Virus und gibt Handlungsempfehlungen.

Es ist eine Herausforderung sich neuerdings fast ausschließlich zu Hause aufzuhalten. Hier finden Sie Tips, wie sie die Zeit in der Quarantäne gut überstehen.

ProAsyl hat einen Newsticker eingerichtet und veröffentlicht Informationen, die für Geflüchtete und Unterstützer*innen relevant sind.

2) Aktuelle mehrsprachige Informationen zum Coronavirus

Auf der Website der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration finden Sie mehrsprachige Informationen unter anderem zu:

  • arbeitsrechtlichen Auswirkungen, Sofort-Hilfen der Bundesregierung für Kleinstunternehmen und Solo-Selbständige,
  • zu Reisebeschränkungen und Grenzkontrollen,
  • Leitlinien von Bund und Ländern zur Beschränkung sozialer Kontakte,
  • zum mehrsprachigen Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen,
  • zu weiteren Maßnahmen der Bundesregierung.

Die Website wird laufend aktualisiert und ergänzt. Zur Website: https://www.integrationsbeauftragte.de/corona-virus

Mehrsprachige Informationen speziell für EU-Bürgerinnen und Bürger sind auch auf der Website der EU-Gleichbehandlungsstelle abrufbar: https://www.eu-gleichbehandlungsstelle.de/corona-virus

KURZINFORMATION zum Ausdrucken in 18 Sprachen

Diese richtet sich vor allem an Menschen, die weniger online sind. Sie dient als niedrigschwellige Ansprache und verweist auf die genaueren Informationen auf der mehrsprachigen Website. Das PDF in 18 Sprachen ist ebenfalls auf der Website des BAMF abrufbar.
Die PDFs werden in folgenden Sprachen eingestellt: Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch, Italienisch, Russisch, Farsi, Chinesisch, Arabisch, Spanisch, Bulgarisch, Polnisch, Rumänisch, Ungarisch, Griechisch, Vietnamesisch, Dari, Tigrinja und Albanisch.

Umgang mit Fake News/Meldung weiteren Informationsbedarfs
Leider kommt es weiterhin zu Fake News im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Bitte weisen Sie auf solche falschen Quellen hin. Unterstützen Sie durch die Weiterleitung der geprüften und offiziellen Informationen dabei, der Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken und richtig zu informieren. Hinweise zu weiterem Informationsbedarf zur Corona-Pandemie und Anregungen können geschickt werden an: integrationsbeauftragte@bk.bund.de

Auf folgenden Seiten werden ebenfalls mehrsprachige Informationen zum Coronavirus bereitgestellt:

Johanniter Unfallhilfe: Was tun bei Verdacht?

Das Ethno-Medizinische-Zentrum hat Hinweise zu der Krankheit in 15 verschiedenen Sprachen zusammengestellt.

Handbook Germany: Täglich aktualisierte Infos zum Coronavirus in Deutschفارسی/دریEnglish, پښتوTürkçe, العربية und français.

Informationen der WHO in Englisch

Der Kanal WDRforyou erstellt auf YouTube regelmäßig Corona Update Videos auf Arabisch und Persisch.

Gut zum Aushang in Jugendhilfeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften geeignet: Der „Verein für bildgestützte Sprachförderung und Kommunikation“ hat anschaulich bebilderte Informationen zum Coronavirus in 14 Sprachen erstellt. Die Broschüre enthält u.a. Informationen zu Symptomen, vorbeugenden Maßnahmen und Quarantäne: albanisch | arabisch | bulgarisch | deutsch | englisch | farsi | französisch | kurdisch | polnisch | rumänisch | russisch | serbisch | tigrinya | türkisch

Hier finden Sie in englisch, französisch, türkisch, arabisch und russisch weitere Informationen, Piktogramme und die wichtigsten Hygienetipps von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zum Herunterladen.

Hier gibt es Reiseinformationen in deutsch, englisch, italienisch, chinesisch, persisch und koreanisch vom Robert Koch Institut.

Eine weitere umfassende Informationssammlung der LVG & AFS finden Sie hier.

In 90 Sekunden und sieben Sprachen weist das Institut für konstruktive Konfliktaustragung und Mediation (IKM) auf die drei wichtigsten Verhaltensweisen für den Alltag im Umgang mit der Corona-Krise hin.

3) Hamburg

Aus der Pressemitteilung des Senats vom 13. Mai: Bereits ab heute gelten weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen. Diese hat der Hamburger Senat gestern beschlossen. Die Regelungen betreffen insbesondere Treffen von Familien im öffentlichen Raum, Geschäfte, Hotels und Gastronomie, Sport und Tourismus. Mit der ab heute geltenden Rechtverordnung werden in Hamburg die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz umgesetzt. Die neue Rechtsverordnung ist bis zum 31. Mai 2020 gültig und unter folgendem Link zu finden: https://www.hamburg.de/allgemeinverfuegungen/

Um eine Ausbreitung von Sars-Covid19 so gut wie möglich zu verhindern, gelten bundesweit weitreichende Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Auch die Stadt Hamburg hat Allgemeinverfügungen erlassen, in der geregelt wird, wie Bürger*innen sich verhalten müssen und welche Einrichtungen und Geschäfte derzeit noch geöffnet bleiben beziehungsweise geschlossen wurden. Alle aktuellen Informationen der Stadt Hamburg finden Sie hier.

Achtung! Ab Montag, den 27.04.2020 besteht Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr, im Einzelhandel und auf Wochenmärkten. (Quelle: hamburg.de). Flyer zur Maskenpflicht auf deutsch/tigrinya/dari/farsi

Infektpraxen der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg (KVH)
Patienten mit Erkältungsbeschwerden und Corona-Verdacht können ab dem 1. Mai in zehn neu eingerichteten Infektpraxen zentral diagnostiziert werden. In die Infektpraxen sollen Patienten kommen, die keinen Hausarzt haben. Termine werden über eine Hotline der KVH (Tel. 040-22802-930) in der nächstgelegenen Infektpraxis vereinbart. Die Praxis kann nur mit Termin aufgesucht werden.

Die Stadt Hamburg bietet zum Thema Corona ein FAQ in mehreren Sprachen an: https://www.hamburg.de/coronavirus/international/

Hier gibt es Hilfe wenn während der Ausgangseinschränkungen Probleme auftauchen.

Notfall-Hotlines bei Problemen zu Hause: 
Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 
Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: 0800 116 016 
Nummer Gegen Kummer für Kinder und Jugendliche: 116 111 
Eltern-Telefon: 0800 111 0 550 
Kinderschutz Hamburg: (040) 4 28 63 7009

Der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, und sein Team haben heute die Website www.kein-kind-alleine-lassen.de gestartet.
Hier finden Kinder und Jugendliche direkten Kontakt zu Beratungsstellen und auch Erwachsene bekommen Informationen, was sie bei sexueller und anderer familiärer Gewalt in der Corona-Krise tun können.

Hotlines für Nachbar*innen-Hilfe: 
Hamburg: 0176 29208918 
Harburg: 0176 68663113 
St. Pauli: 0152 27210682 
Veddel: 0152 02563582 
Wilhelmsburg: 0157 33859764 
Münzviertel: 0152 10816889

Telefonsprechstunde für Eltern (auch auf Farsi/Arabisch). Den Flyer finden sie hier.

Weitere wertvolle Infos zur solidarischen nachbarschaftlichen Hilfe in Hamburg während der Corona Krise.

Hier ein Link zu Videos auf verschiedenen Sprachen mit Tipps zur Deeskalation von Konflikten zuhause in Zeiten von Corona. Die Videos sind als Aktion der „Partnerschaften für Demokratie“ im Bezirk Mitte entstanden.


4) Grenzschließung

Die Europäische Union hat ihre Grenzen für Drittstaatsangehörige bis auf Weiteres geschlossen. An Landübergängen und Flughäfen werden Menschen, die nicht Bürger*innen der EU oder Großbritanniens sind von der Polizei systematisch abgewiesen. Quelle

Auch innerhalb Europas gelten weitreichende Reisebeschränkungen und Grenzkontrollen. Alle Informationen zu den Maßnahmen der EU hierzu erhalten Sie hier.


5) Beratungsstellen

Um einen Beitrag zur Eindämmung der Corona-Epidemie zu leisten, sind kirchlich-diakonische Beratungsstellen derzeit regelmäßig bis auf Weiteres nicht persönlich erreichbar und können mit wenigen Ausnahmen nicht aufgesucht werden. Wir bemühen uns trotzdem, Ihnen weiterhin zu helfen und haben eine Liste mit Beratungsstellen und den jeweiligen Erreichbarkeiten zusammengestellt:

Weitere Informationen zu Beratungsstellen, Einrichtungen und Projekten finden Sie hier auf unserer Website.


Für Informationen, die sowohl mittelbar als auch unmittelbar mit der Situation von Geflüchteten (Aufenthalt, Duldung, Abschiebung, etc.) in der aktuellen Corona-Krise zusammenhängen, klicken Sie hier.


6) Arbeiten während der Corona-Krise

Muss ich weiterhin zur Arbeit gehen? Wann muss ich mich krank melden? Bekomme ich weiterhin Geld? Diese und weitere Fragen stellen sich derzeit viele Arbeitnehmer*innen in Deutschland.

Informationen über Ihre Rechte und Pflichten als Arbeitnehmer*in in der Corona-Krise finden sie in mehreren Sprachen auf der Seite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

7) Existenzsichernde Leistungen/Jobcenter

Trotz der weitgehenden Einstellung des Publikumsverkehrs sollen weiterhin alle Leistungen rechtzeitig und vollständig ausgezahlt werden. Eine entsprechende Weisung an die Sozialämter lesen Sie hier.

Weitere Informationen für Arbeitnehmer*innen und Selbstständige finden Sie hier auf unserer Website.

8) Informationen für Fachkräfte in der Jugendhilfe

Der Bundesfachverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge (BumF) hat eine Informationssammlung herausgegeben. Unter anderem zu den Themen Vormundschaft in der Corona-Krise, Unterstützung bei Digitalisierung und E-Learning zu Trauma. Informationen finden Sie hier.

9) Unterstützung für Vereine und Initiativen während Corona

Auch der Non-Profit Bereich ist von Einschränkungen durch das Corona-Virus betroffen, sodass viele der geförderten Aktivitäten nicht umgesetzt werden können.

Die Soziallotterien Aktion Mensch, Deutsches Hilfswerk, Glücksspirale und Deutsche Postcode Lotterie sind bemüht mit den von ihnen geförderten Projekten individuelle Lösungen zu finden. In jedem Fall sollte dem Fördermittelgeber mitgeteilt werden, wenn sich durch die aktuelle Situation Schwierigkeiten in der Projektumsetzung ergeben.
Für die Bereiche “Assistenz und Begleitung” und “Lebensmittelversorgung” hat die Aktion Mensch am 25.03.2020 das Förderprogramm Corona-Soforthilfe im Umfang von 20 Mio. Euro ausgeschrieben.
Auch die Förderstiftungen bemühen sich um einen konstruktiven Umgang mit der aktuellen Situation und sind bemüht, den Fortbestand der geförderten Projekte zu sichern.
Zusätzlich gibt es bereits Stiftungen und Privatinitiativen, die Fördermittel speziell für Personen und Organisationen ausschreiben, die von der aktuellen Virus-Situation betroffen sind.
Die vom Bund aufgelegten Unterstützungsprogramme und -maßnahmen (z.B. Corona-Rettungsschirm) sind auch für Non-Profit-Organisationen zugänglich.

Falls Sie/Ihre gemeinnützige Organisation während der Corona-Krise nicht arbeiten kann bzw. in existenzielle Nöte gerät, kann diese Übersicht von Fördermöglichkeiten hilfreich sein.

Link zu den Fördermöglichkeiten


Budnianer Hilfe: die Corona-Krise bringt viele Menschen in Not. Wenn Ihr Träger / Ihre Einrichtung aktuell Kinder, Jugendliche, Familien und/oder Obdachlose versorgt (Lebensmittel, Hygieneartikel, Babynahrung, Windeln …), können wir Sie mit unserem Hilfsfonds kurzfristig unterstützen. Weitere Informationen finden Sie hier.

10) Internationale Solidarität

Corona erfordert Solidarität – auch mit den Menschen auf der Flucht! Immer noch werden über 40.000 Geflüchtete in den Lagern auf den griechischen Inseln festgehalten. Immer noch geht der Krieg in der Region Idlib ungemindert weiter. Immer noch ist der Infektionsschutz auch in deutschen Flüchtlingslagern deutlich schlechter als für die übrige Bevölkerung. Immer noch gibt es keinen generellen Abschiebestopp…

Was wir konkret tun können:

Vorhandene Petitionen unterschreiben:

Die regierungsverantwortlichen Abgeordnete auf allen Ebenen kontaktieren:

Spenden an die wenigen verbliebenen Initiativen vor Ort, z.B.:

…weitere Tipps auf der Seite https://helfenvomsofa.wordpress.com/

Der 21. Kreuzweg für die Rechte von Geflüchteten am Karfreitag hätte diese und andere Themen benannt und sie in die Öffentlichkeit gebracht. Hier finden Sie eine Stellungnahme der Veranstalter*innen mit weiteren Hinweisen und Verlinkungen zur Situation von Geflüchteten in Deutschland und der EU.

Weitere politische Stellungnahmen finden Sie hier auf unserer Website.