Zufluchtsort Altona

Vortrag und Gespräch

Wann: Donnerstag, 18. Januar, 18.00 Uhr
Wo:
WillkommensKulturHaus Ottensen (Bernadottestr. 7, 22763 Hamburg)

Der Historiker Prof. Klaus Neumann präsentiert seine Forschungsergebnisse zum Umgang mit Schutzsuchenden im Bezirk Hamburg-Altona seit den 90ern. Anschließend Austausch und Gespräch zur aktuellen Debatte um Flucht und Migration, moderiert von Magdalena Zimmermann, Flüchtlingsbeauftragte des Kirchenkreises Hamburg West-Südholstein.

Eine Veranstaltung zum 10jährigen Jubiläum der Schule ohne Grenzen im WillkommensKulturHaus Ottensen.

Veranstaltungsflyer

Mehr Infos zu Klaus Neumann und seinem Forschungsprojekt:

Mithilfe lokaler Geschichten erzählt Klaus Neumann eine deutsche Geschichte über die Aufnahme von Asylsuchenden und anderen ungebetenen Fremden in den vergangenen 34 Jahren – von DDR-Übersiedlern bis zu Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine. Dabei interessiert er sich insbesondere für die öffentlichen und teilweise erbittert geführten Diskussionen um den Bau und Betrieb von sogenannten Gemeinschaftsunterkünften, wie zum Beispiel die 2007 aufgelöste Flüchtlingsunterkunft im Blankeneser Björnsonweg, die Neumühlener Wohnschiffe oder das Pavillondorf im Hemmingstedter Weg. 30 Jahre nach der Entscheidung des Bundestags, das Recht auf Asyl (Artikel 16 des Grundgesetzes) einzuschränken, fragt er außerdem, ob es heute eigentlich gute Gründe dafür geben könnte, Schutzsuchenden in Deutschland Schutz zu gewähren

Klaus Neumann ging 1985 nach Australien. Er promovierte dort mit einer ethnografischen Studie über koloniale und postkoloniale Geschichten in Papua-Neuguinea; lange Jahre arbeitete er als Professor für Geschichte in Melbourne. 2018 kehrte er nach Deutschland zurück. Derzeit schreibt er, mit maßgeblicher Unterstützung der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur, ein Buch über den lokalen politischen, behördlichen und zivilgesellschaftlichen Umgang mit ungebetenen Fremden nach dem Mauerfall.