Vortrag zu Afghanistan

Abhängige oder unabhängige Landwirtschaft in Afghanistan

ein Vortrag von Rasaq Qadirie im WillkommensKulturHaus
Bernadottestr.7, 22765 Hamburg

Afghanistan liegt am Hindukusch und damit an der Schnittstelle von pfanzengeschichtlichen Räumen, zwischen Zentral-und Südasien. Es ist die Ursprungslandschaft vieler landwirtschaftlicher Kulturpfanzen. (z.B. …Weizensorten, Karotten, Bohnen,Melonen….)?

Durch die Kriege, die seit über 30 Jahren in das Land getragen werden, ist dort alles aus der Balance geraten – auch die Landwirtschaft und die Ernährung. Den Bauern wird unter dem Deckmantel der „humanitären Hilfe“ Hybridsaatgut von Monsanto u.a. aufgedrängt, zum Teil durch direktes Verschenken. Dadurch wird die über Jahrtausende bewährte, vielgestaltige und angepasste Saatgutkultur vernichtet. Das traditionelle Saatgut kann vom Bauern selbst vermehrt und im nächsten Jahr wieder verwendet werden. Hybridsaatgut muss jedes Jahr neu gekauft werden, dazu Dünger und Insektenschutzmittel. Hybridsaatgut ist somit ein Mittel, um die Bauern und das ganze Land abhängig zu machen.

Der Referent, gebürtiger Afghane und Geologe, hat das Land vielfach bereist und sich für den Erhalt und die Wiederverbreitung alten Saatguts eingesetzt. Er zeigt Bilder zum Thema und zu seiner Arbeit im Land.

Weitere Informationen finden Sie in diesem Flyer.

Workshop

Ökonomische Krisen und Antisemitismus – wie hängt das zusammen?

Argumentationshilfen für Freiwillige in der Flüchtlingsarbeit sowie Interessierte

In diesem Vortrag wird es darum gehen, aufzuzeigen, wie sich Judenfeindschaft im 21. Jahrhundert äußert, woher sie kommt und was man gegen sie tun kann. Judenfeindschaft bedient sich heute wie vor über 150 Jahren neben Verschwörungstheorien des Stereotyps, wonach „Juden“ reich und mächtig wären. Diese Vorstellung basiert zugleich auf einer bestimmten Wahrnehmung der kapitalistischen Gesellschaft, mit der sich dieser Workshop – beginnend mit einer kleinen Kriminalgeschichte – beschäftigen wird. Von da ausgehend werden wir uns mit Verschwörungstheorien auseinandersetzen, die nicht nur in Europa, sondern auch in der arabischen Welt populär sind. Diese Veranstaltung ist eine Fortsetzung des Workshops vom 7. Juni dieses Jahres, erfordert aber keine Vorkenntnisse.

Referent: Olaf Kistenmacher, Historiker und Publizist, hat 2016 die Broschüre „Was tun gegen Antisemitismus?! Anregungen zu einer Pädagogik gegen Judenfeindschaft im 21. Jahrhundert“ veröffentlicht

Mittwoch, 06.09.2017 von 18.00-21.00 Uhr
Dorothee-Sölle-Haus, Königstraße 54, 22767 Hamburg

Anmeldung nur per email (bis zum 01.09.2017) an: Anmeldung.me@diakonie-hamburg.de

Veranstaltungsflyer

Das Opferfest in Norderstedt

Am 02. September feiert die diakonische Einrichtung „Flüchtlings- und Migrationsarbeit Norderstedt“, der Interkulturelle Garten für Norderstedt e.V., der Verein Neue Nachbarn – Förderverein Flüchtlingshilfe Norderstedt e.V. und das Willkommen-Team Norderstedt e.V. das Opferfest. Auch die Projekte „Interkulturelle Öffnung“ und „Asylverfahrensberatung für Flüchtlinge und Asylsuchende in Norderstedt“, die in Trägerschaft der Diakonie sind, beteiligen sich.

Wir beginnen um 14 Uhr im Interkulturellen Garten im Stadtpark Norderstedt. Es sind Alle herzlich eingeladen!
Erbeten werden ein Beitrag zum Buffet sowie eigenes Geschirr und Besteck. Nähere Infos finden Sie in der Einladung.

„Paul über das Meer“ Film mit Gespräch

Paul Nkamani hat sich aus seiner Heimat Kamerun durch die Sahara bis an die Küste Marokkos durchgeschlagen. Hier lernen sich Paul und der Filmemacher Jakob Preuss kennen, der auf Recherchereise ist. Kurz darauf ergattert Paul einen begehrten Platz auf einem Schlauchboot nach Europa, doch die Hälfte seiner Reisekumpanen sterben. Er schlägt sich in Spanien durch, bis Jakob im Fernsehen auf Pauls Geschichte trifft und ihn sucht. Paul kommt nach Deutschland und kann erstmal bei Jakobs Eltern unterkommen… 

Filmemacher Jakob Preuss erweitert die Diskussion um Flüchtlinge aus Afrika um einen persönlichen Aspekt: er begleitet den Kameruner PaulNkamani von einem improvisierten Flüchtlingskamp in Marokko über die Erstaufnahme in Eisenhüttenstadt bis in sein eigenes Kinderzimmer bei seinen Eltern in Berlin. Dabei kommen die unterschiedlichen Beteiligten zur Sprache: der Flüchtling, der Grenzbeamte, die Mitarbeiter von FRONTEX und der Abgeordnete im Europäischen Parlament. Ein bewegender, ein persönlicher Dokumentarfilm, der unterhält und zum Nachdenken anregen kann. Gleichzeitig läßt er die Frage zu: Wie persönlich darf es in dieser so wichtigen Debatte sein?

„Paul über das Meer“ hat in Shanghai im Juni den Hauptpreis, den „Golden Gobelet“ gewonnenWeniger erfreuliche Nachrichten gibt es in Pauls Asylverfahren. Letzten Monat – kurz vor Kinostart –  bekam er wie befürchtet einen Ablehnungsbescheid. Statistisch stehen die Chancen für Kameruner schlecht; die Anerkennungsquote liegt in Deutschland bei unter 2%. Viele Zuschauer fragen im Anschluss des Films, ob er nicht trotzdem einen Aufenthaltstitel bekommen kann, da er Vollzeit arbeitet, Deutsch gelernt und sich gut integriert hat. Doch gerade ein sogenannter „Spurwechsel“vom Asylverfahren zu einem anderen Aufenthaltstitel ist in Deutschland schwierig. Es bleibt ungeklärt: Wie gehen wir mit den Menschen um, die aus guten Gründen zu uns kamen, aber für die das Asylrecht nicht greift?

Auch außerhalb Deutschlands läuft #PaulüberdasMeer: im Juli wurde der Film in Pauls Heimatland vor einer bewegten und diskutierfreudigen Zuschauerschaft auf Einladung des Goethe-Instituts und der Friedrich-Ebert-Stiftung in der Hauptstadt Yaounde (Kamerun) präsentiert, im Herbst geht es u.a. nach Rabat (Marokko), Karachi (Pakistan) und Madrid(Spanien). Diese Woche läuft er in Kitzbühel & Freistadt in Österreich.

Alle Termine finden Sie weiter unten oder auch auf: https://www.facebook.com/pg/pauloverthesea/events und www.paulueberdasdmeer.de

Für die Eltern & Lehrer: Der Film wird in vielen Bundesländern auch bei den Schulkinowochen ab November laufen. Gerne können Schulen ermutigt werden dieses Angebot wahrzunehmen!

 

Bisherige KinotourTermine mit Filmgespräch mit Jakob Preuss und teilweise Paul:

31.08. / 20:30h / Hamburg – Studio Kino (Kooperation Zeit-Stiftung)
01.09. / 19.00h / Braunschw. – Universum
02.09. / 19.00h / Berlin – Central (Kooperation Rosa-Luxemburg-Stiftung)
02.09. / 21.00h / Berlin – Moviemento (Kooperation Rosa-Luxemburg-Stiftung)
03.09. / 12.00h / Bamberg – Odeon – (Kooperation Petra-Kelly-Stiftung)
03.09. / 17.00h / Nürnberg – Casablanca – (Kooperation Petra-Kelly-Stiftung)
03.09. / 20:00h / Regensburg – Filmgalerie – (Kooperation Petra-Kelly-Stiftung)
04.09. / 20:45h / München – Monopol – (Kooperation Petra-Kelly-Stiftung)
05.09. / 20.00h / Seefeld – Breitwand
06.09. / 18:00h / Duisburg – Filmforum (Kooperation Schule ohne Rassismus)
07.09. / 18:00h / Aachen – Apollo
08.09. / 18.00h / Recklinghausen – Cineworld
09.09. / 17:30h / Essen – Filmstudio
09.09. / 20:30h / Dortmund – sweet16
10.09. / 12:30h / Bonn – Brotfabrik
10.09. / 16.00h / Düsseldorf – Metropol
11.09. / 18.00h / Stuttgart – Cinema
12.09. / 18.00h / Heilbronn – Kinostar Art.
13.09. / 19:00h / Heidelberg – KarlstorKino
14.09. / 20.00h / Offenbach – Filmklubb – (Kooperation Grüne Offenbach)
15.09. / 18.00h / Darmstadt – Rex
15.09. / 20.30h / Wiesbaden – Murnau
16.09. / 17.00h / Marburg – Capitol
17.09. / 11:30h / Hamburg – 3001
17.09. / 15:00h / Kiel – Die Pumpe  (Kooperation Grüne Kiel)
20.09. / 19:45h / Dresden – ProgrammKino Ost – (Kooperation Grüne Dresden)

 

Weitere Kinos wo der Film (ohne Gespräch) läuft finden Sie ab Kinostart hier:

http://kinofinder.kino-zeit.de/programmsuche/als-paul-ueber-das-meer-kam-tagebuch-einer-begegnung    

SeaWatch hat eine Petition gegen die Gewalt gegen Geflüchtete vor der libyschen Küste initiiert:

https://sea-watch.org/petition-eu-finanzierte-gewalt-gegen-fluechtende-durch-die-libysche-kuestenwache-beenden/ 

Workshop gegen Stammtischparolen

„Das wird man doch mal sagen dürfen….“ – Freiwillige berichten immer wieder von Unterhaltungen/ Situationen mit Freunden, Kollegen und Bekannten, die Ressentiments gegenüber Geflüchteten äußern.
Ohnmacht oder Widerspruch – wie können wir reagieren?
Wie schaffen wir es selbstsicher aufzutreten und im Idealfall zu
bestimmen, in welche Richtung die Diskussion verläuft?
Wo finden wir Gegenargumente?
Und gibt es Punkte, an denen es trotz allem vielleicht besser wäre, die Diskussion abzubrechen?

Mit diesen Fragen und möglichen Antworten wird sich der Politikwissenschaftler Tim Kiefer in einem interaktiven Vortrag beschäftigen und anschließend gemeinsam mit den Teilnehmern und Teilnehmerinnen auf Beispielsituationen angewandte Strategien gegen Argumente und Parolen entwickeln. Hierbei fließen Methoden zum Thema Rassismus mit ein. Der Workshop findet im Rahmen des Projekts „Bescheid wissen – sprechfähig sein“ der Diakonie Hamburg statt.

Weitere Informationen finden Sie im Flyer der Veranstaltung.

am 30.08.2017 von 16.00-21.00 Uhr,
Dorothee-Sölle-Haus, Raum 8, Königstraße 54, 22767 Hamburg

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Anmeldung nur per email (bis zum 24.08.2017) an:
Anmeldung.me@diakonie-hamburg.de
Bitte angeben: Stichwort IK Ehrenamt, Name, Telefon
Wenn Sie nicht teilnehmen können, bitten wir Sie, 3 Tage vorher abzusagen, so dass wir
anderen Interessierten Ihren Platz anbieten können.
Rückfragen Nina Meyer; Referat Migration; Tel: 040-30620-419

Konzert für Toleranz in Wandsbek

Am letzten Augustwochenende 2017 findet das zweite Konzert für Toleranz auf dem Wandsbeker Marktplatz statt. Wieder übernimmt es ein Team aus engagierten Bürgerinnen und Bürgern, für Miteinander und Toleranz ein Zeichen zu setzen.

Beim Konzert für Toleranz auf der Bühne:

+++ Oriental Band +++ Jay Holler +++ OneStepAhead +++ Tunche Sundsystem +++ WegoEgo +++ Zauberkünstler Elias +++ Ali Baba +++ Mulue & Tesfom +++ Ahmad Shekib +++ Iridium Flair +++ Maloun +++

Samstag 26. August 2017 von 13 bis 22 Uhr
Wandsbeker Marktplatz

Weitere Informationen finden Sie hier.

Flucht und ihre Ursachen – Fragen und Antworten

Ein politischer Aufbruch in den Sommer

Mittwoch, 19. Juli 2017 | 19:00 Uhr
Ort: St. Johannis Harvestehude | Gemeindehaus | Heimhuder Straße 92 | 20148 Hamburg

Die Ferienzeit beginnt und viele Urlaubswege führen in die weite Welt. Dies ist ein Anlass, auch an andere Aufbrüche zu denken. Von vielen beliebten Ferienzielen im Mittelmeerraum sind auch die Orte nicht fern, an denen schutzsuchende Menschen in Hoffnung anlanden. Es stellt sich nach wie vor die Frage: Wie steht es um die Beseitigung der Fluchtursachen? Laut UNHCR sind heute weltweit mehr als 65 Millionen Menschen von Flucht und Vertreibung betroffen – mehr als je zuvor. Sachlage und Lösungswege sollen an diesem Abend vertieft werden.

IMPULSE & GESPRÄCHSPARTNER
Niels Annen MdB, außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion
Dietrich Gerstner Referent für Menschenrechte und Migration, Zentrum für Mission und Ökumene – Nordkirche weltweit

HINWEIS Zugang zum Gemeindehaus von der Straße »Bei St. Johannis«
Veranstalter: KDA Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt | Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland
Königstraße 54 | 22767 Hamburg | Kontakt: Dr. Stefan Atze | stefan.atze@kda.nordkirche.de

Veranstaltungsflyer

Geht Europa auch solidarisch?

Die Forderung, sofort 1000 Geflüchtete aus Griechenland nach HH zu holen, bleibt Kern der Anliegen von „Hamburg hat Platz!“.

Aber es gibt Forderungen, die untrennbar damit verbunden sind, wie ein Abschiebungsstopp, uneingeschränkte Familienzusammenführungen, legale und sichere Fluchtwege nach Europa u.a.m. Ganz klar ist auch, dass die Kampagne eingebettet sein muss in das Ringen um ein demokratisches und soziales Umsteuern der EU, wozu für uns vor allem eine solidarische Flüchtlings- und Migrationspolitik gehört.

Gemeinsam diskutieren Prof. Gesine Schwan, Andreas Lipsch, Johanna Bussemer und Helene Heuser über Alternativen zur europäischen Flüchtlingspolitik.

Montag 17. Juli 2017 um 18 Uhr
Hörsaal Rechtshaus, Uni HH, Rothenbaumchaussee 33

Im Flyer finden Sie weitere Informationen

Veranstalter: Aktionskreis Hamburg Hat Platz, AHHP
(AG Kirchliche Flüchtlingsarbeit, Attac, Bündnis Hamburger Flüchtlingsinitiativen, Flüchtlingsrat
Hamburg e.V. und Ottenser Gespräche zu Flucht und Migration) in Kooperation mit:
der Refugee Law Clinic Hamburg und der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg

Bildungsurlaub II

Geblieben und angekommen? (Aufbauseminar)

10.-14. Juli 2017

Integrationsprozesse in Hamburg

In Hamburg sind seit Anfang Januar 2015 ca. 30.000 Menschen aufgenommen worden, von denen viele eine Bleiberechtsperspektive haben. Aus der neuen Situation ergibt sich eine Vielzahl von Fragen, die im Seminar aufgegriffen werden: Wie kann die Integration in den Arbeitsmarkt gelingen, welche Verantwortung haben hier die Arbeitgeberseite und die Politik? Und wie unterschiedlich wirken sich die verschiedenen Arbeitsintegrationsmaßnahmen auf Frauen und Männer aus? Wie steht es um die Schulbildung der Kinder und den Spracherwerb der Erwachsenen?
Neben diesen Schwerpunkten werden im Seminar auch die Gesundheitsversorgung von Geflüchteten, die Bereitstellung von Folgeunterkünften und der gesamtgesellschaftliche Integrationsprozess thematisiert. Schließlich muss neben konkreten Maßnahmen auch die politische Großwetterlage in Betracht genommen werden, deren Klima von der Neuen Rechten stark geprägt wird – Welche Folgen hat dies auf die Integrationsprozesse in unserer Stadt? Ausgehend von der allgemeinen Frage, was Integration konkret eigentlich bedeutet machen wir uns ein Bild des Prozesses, indem wir mit Vertreter*innen von Politik, Verbänden und Initiativen in Kontakt treten.

 

Leitung: Bettina Clemens, Marjan van Harten, Diakonisches Werk Hamburg
Veranstalterin: Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg – Umdenken

Termin: Mo 10.07. – Fr 14.07.2017

Preis: 130 € (erm. 50 €)

Ort: Hamburg

Zur Anmeldung gelangen Sie unter: http://calendar.boell.de/de/event/geblieben-und-angekommen-aufbauseminar

Das Sommer- und Zuckerfest in Norderstedt

Am Samstag, den 01.07.2017 laden wir ab 14 Uhr  zum  Zuckerfest/Ejde Fitr/Sommerfest  ein, um das Ende des Ramadan zu feiern.

Veranstalter: Die diakonische Einrichtung Flüchtlings- und Migrationsarbeit Norderstedt, der Interkulturellen Garten Norderstedt e.V., der Verein Neue Nachbarn – Förderverein Flüchtlingshilfe Norderstedt e.V. und das Willkommen-Team Norderstedt e.V. in Kooperation mit den Projekten Asylverfahrensberatung für Flüchtlinge und Asylsuchende in Norderstedt und Interkulturelle Öffnung.

Ort: Interkultureller Garten im Stadtpark Norderstedt.

EinladungZuckerfest_2017