Updates Ukraine

  1. Allgemeine Hinweise
  2. Beratungsstellen
  3. Beratung und Unterstützung für Drittstaatsangehörige
  4. Gesundheitliche Versorgungsstellen
  5. Hinweise für Menschen auf der Flucht
  6. Politische Stellungnahmen und Forderungen
  7. Rechtliche Hinweise für Schutzsuchende Menschen aus der Ukraine (Aufenthalt, Sozialleistungen, etc.)
  8. Spendenmöglichkeiten/Finanzielle Förderung
  9. Unterkünfte
  10. Unterstützungsmöglichkeiten

1. Allgemeine Hinweise

+++Hinweis der Stadt Hamburg +++
Schutzsuchende, die privat untergebracht sind, sollen sich mit Stand 10. Mai für die Ersterfassung nun an das Amt für Migration im Ankunftszentrum, Bargkoppelweg 66a, 22145 Hamburg, melden. Die Ersterfassung ist dort an jedem Wochentag (auch Wochenende) möglich. Das Ankunftszentrum ist rund um die Uhr geöffnet.
Gleiches gilt für Personen, die erst noch eine Unterkunft benötigen. Ihnen wird die Unterkunft ebenso im Ankunftszentrum im Bargkoppelweg vermittelt.Für die Registrierung im Ankunftszentrum ist ein Termin erforderlich. Dieser muss vorab online gebucht werden. Alle Informationen hierzu auf der Website der Stadt Hamburg.

Zentrales Postfach der Hamburger Behörden für alle Fragen bzgl. der Schutzsuchenden aus der Ukraine : ukrainehh@sk.hamburg.de

Seit dem 16. März findet eine Verteilung der Schutzsuchenden in Deutschland nach Königsteiner Schlüssel statt.


Geflüchtete aus der Ukraine können mit ihren Heimtieren bis auf weiteres unter erleichterten Bedingungen aus der Ukraine nach Deutschland einreisen. Nach der Einreise (wenn der Zielort in Deutschland ist) ist aber grundsätzlich eine Genehmigung für die Einreise des Tieres erforderlich. Für Tiere, die in Hamburg angekommen sind, erfolgt die Erteilung der Genehmigung durch die Behörde für Justiz und Verbraucherschutz. Hier finden Sie weitere Hinweise und das zur Anmeldung nötige Formular.

Schutzsuchende aus der Ukraine erhalten in vielen Telekom Shops kostenlose SIM-Karten, da bekanntlich die SIM Karten aus der Ukraine in Deutschland nicht funktionieren.
Außerdem kann kostenlos von Telefonzellen aus in die Ukraine telefoniert werden: Infozettel (Ukrainisch und deutsch)

Die Hamburger Sparkasse hat in sieben Filialen besondere Vorkehrungen getroffen um sich auf Kund*innen aus der Ukraine einzustellen. Die Eröffnung eines Bankkontos ist grundsätzlich bei allen Instituten und deren Filialen möglich.
Informationsflyer (deutsch, ukrainisch, russisch)
WICHTIG: Der Andrang ist derzeit hoch ggf. kann es zu Wartezeiten und Verzögerungen kommen! Die Filialen sollen nur nach vorher erfolgter TERMINVEREINBARUNG besucht werden!

Informationsangebote für ukrainische Geflüchtete: Ob Podcasts, mehrsprachiges Fernsehen und Radio oder Websites: Viele Medien starten Angebote für ukrainische Geflüchtete. Ziel ist es, ihnen die Ankunft in Deutschland zu erleichtern. Weiterlesen…

Die Flüchtlingsberatungsstelle des evangelischen Kirchenkreises Minden hat eine hilfreiche Arbeitshilfe zu Fragen des Versicherungsschutzes für in der Ukraine zugelassene KFZ und zur Geltung des ukrainischen Führerscheins erstellt.

Arbeit

Informationen zum Thema Arbeit gibt es auch auf verschiedenen Sprachen (u.a. Ukrainisch) auf der Informationsseite des Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Auch das Jobcenter Hamburg stellt ein mehrsprachiges Informationsblatt zu Leistungen und Antragstellungen zur Verfügung.

Die Bundesagentur für Arbeit stellt auf ihrer Homepage Informationen und mehrsprachige Erklärvideos zu Antragstellungen SGB II zur Verfügung.

Volunteer Vision bietet ukrainischen Geflüchteten Bewerbungsmentoring und/oder Deutschmentoring (A1/B1) an. Voraussetzungen sind ein Internetzugang und ein Tablet/Laptop/Computer. Die Teilnahme ist für Mentees kostenfrei. Mit Anmeldung. Volunteer Vision ist ein soziales Unternehmen, das mit Mentoring-Projekten im Bereich „Corporate Social Responsibility“ (CSR) unterstützt. Bei Rückfragen: Amira Nuru, E-Mail: amira.nuru@volunteer-vision.com oder mobil 0179 9958203.

Mobilität

Menschen, die aus der Ukraine fliehen, können kostenlos die Angebote der Deutschen Bahn sowie auch den Nahverkehr (z.B. HVV) nutzen. Als Fahrtberechtigung genügt ein ukrainischer Pass oder ein Personaldokument. Diese Regelung schließt auch Geflüchtete anderer Nationalitäten ein, die aufgrund des Krieges aus der Ukraine nach Hamburg gekommen sind. Mitreisende Kinder unter 18 benötigen kein Ausweisdokument.

27. Juli: Ab sofort gelten ukrainische Führerscheine auch in der EU weiter – Zusammenfassung der Regelung, Verordnung im Amtsblatt der EU

Schule/Kita

Freie Plätze in Kitas für geflüchtete Kinder: https://padlet.com/PariHH/Kitaplatz_GefluechteteKinder

Informationen Schulanmeldung: Infoblatt für ukrainische Eltern zur Anmeldung der Kinder in der Schule (ukrainisch und deutsch), „Schule in Hamburg verstehen“ – Elternratgeber (mehrsprachig)

Das Büro des Menschenrechtsbeauftragten des ukrainischen Parlaments erstellte einen Informationsleitfaden für Eltern, Kinder und Lehrer. Darin werden Online-Portale und -Ressourcen zusammengestellt, die aus der Ukraine geflohenen Kindern die Möglichkeit geben ihre Schlubildung online fortzusetzen. Enthalten ist auch ein Hinweis auf eine Plattform mit Angeboten für Kinder im Kindergartenalter (3-6). Der Leitfaden steht auf Ukrainisch und auf Englisch zur Verfügung.

Der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (BumF) hat einen Flyer auf Deutsch und Ukrainisch veröffentlicht, der sich an Kinder und Jugendliche richtet, die aus der Ukraine geflüchtet sind. Er gibt Basisinformationen zu Rechten, Schule, Jugendamt etc.

(31. März) Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ): Koordinierungsstelle zur Aufnahme ukrainischer Waisenkinder nimmt Betrieb auf. Weitere Informationen gibt es auf der Website der SOS Meldestelle.

Sprache

Hier finden Sie zwei Tabellen-Dolmetscher für den schnellen Gebrauch: Deutsch-Ukrainisch und Deutsch-Russisch, die sich jedoch auch anders herum lesen lassen, denn sie sind nicht alphabetisch, sondern in Themen oder Bezug sortiert. Diese lassen sich ausdrucken, lassen sich stets bei sich zu führen und sind leicht zu nutzen. Weiterlesen…

Handbuch Ukrainisch Wort für Wort vom Verlag kostenlos zum Download gestellt und zur Weiterverbreitung freigegeben.

Es gibt ein digitales und kostenlose Lernangebot der Deutschen Welle. Es steht Interessierten im Browser oder in der App „DW Learn German“ auf Ukrainisch zur Verfügung. Die Lernplattform richtet sich an alle Lernenden – ob noch ganz am Anfang oder schon fortgeschritten. Mit dem Smartphone können die Online-Deutschkurse sofort genutzt werden. Es gibt unter anderem Video-Sprachkurse, Begleitmaterial für Lehrer*innen und interaktive Überungen.
Flyer auf Ukrainisch und Deutsch

2. Beratungsstellen

Schutzsuchende aus der Ukraine können sich an die existierenden Beratungsstellen und Unterstützungsstrukturen für Geflüchtete wenden. Adresslisten sind zu finden unter Praktische Hilfen.


Eine erste Orientierungshilfe für die Beratung von Schutzsuchenden aus der Ukraine in Hamburg können Sie hier herunterladen. Erstellt von der Diakonie, Stand 17. März 2022.

Hier finden Sie eine Liste mit Hilfsangeboten und wichtigen Informationen für Geflüchtete aus der Ukraine und Helfer*innen. Erstellt und übersetzt von Ehrenamtlichen aus Hamburg (laufende Aktualisierung auf dem Pad).

Deutsch-ukrainische Orientierungsberatung der Caritas Hamburg: Hier können sich geflüchtete Menschen aus der Ukraine bei Fragen zu Behördenangelegenheiten und allgemeinen Fragen beraten und begleiten lassen.
Wann: dienstags und donnerstags, jeweils 17:30 bis 19:30 Uhr
Kontakt: Frau Larysa Solonenko, E-Mail: Larysa.Solonenko@caritas-im-norden.de, Mobil: 0174-60 75 489.

Das Hamburg Welcome Center bietet Informationen und Unterstützung bei Fragen rund um das Ankommen (Arbeit, Ausbildung, Kita, Versicherung etc.). Informationsblatt auf ukrainisch und russisch.
Wenn Sie jetzt insbesondere Geflüchteten aus der Ukraine einen Weg in Beschäftigung oder Ausbildung in einem erzieherischen oder pädagogischen Beruf anbieten möchten, können Sie sich gern direkt an das folgende Postfach wenden: unternehmen-ukraine@welcome.hamburg.de.

Notfall-Hotline für Roma aus der Ukraine: Hilfestellung in der Bewältigung alltäglicher Probleme, Nöte und Sorgen: rechtliche, soziale, aber auch alltägliche Gegebenheiten des Aufenthalts, der Unterbringung, der sozialen Leistungen, der gesellschaftlichen Teilhabe und erlebter Diskriminierung. Anliegen können in den Sprachen Romanes, Ukrainisch, Russisch und Deutsch vorgebracht werden. Flyer

3. Beratung und Unterstützung für Drittstaatsangehörige

Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine geflohen sind und aus Drittstaaten kommen, stehen oft vor großen rechtlichen Hürden und sind zur Zeit sogar von Obdachlosigkeit bedroht. Die auf dieser Seite aufgeführten Beratungsstellen sind offen für alle Geflüchteten unabhängig von ihrer Herkunft. Die kirchliche Hilfsstelle Fluchtpunkt, die Refugee Law Clinic und das Flüchtlingszentrum der Caritas bieten explizite Beratung für Drittstaatsangehörige an. Auch die Universitäten und Hochschulen setzen sich für Studierende aus Drittstaaten ein und bieten Beratung.

An dieser Stelle folgen Hinweise auf Vereine, die sich besonders für Drittstaatsangehörige einsetzen:

Asmara’s World e.V.: Beratung und Begleitung in jeglichen Lebenssituationen, Workshopangebote, https://asmaras-world.de/

Akonda – Eine-Welt-Café: Einzelfallberatung, Veranstaltungen und Treffpunkt, https://hamburgasyl.de/ueber-uns/evangelisch-lutherischer-kirchenkreis-hamburg-ost/akonda-eine-welt-cafe/

Horizon Resource Network: … is a non-profit organisation in Germany that works to promote the empowerment of persons with an international background through education and socio-cultural empowerment, https://horizonresourcenetwork.org/

Tumaini e.V.: … arbeitet zum Thema Inklusion und bietet u.a. Beratung und Begleitung an, https://tumaini-ev.de/


Ab 1. September: Entrechtung und Diskriminierung von Drittstaatsangehörigen aus der Ukraine werden sich verschärfen: Zum 1. September 2022 treten voraussichtlich Änderungen in der Ukraine-Aufenthalts-Übergangsverordnung (UAÜV) in Kraft, die erhebliche Auswirkungen auf den Aufenthalt insbesondere von drittstaatsangehörigen Geflüchteten aus der Ukraine haben werden. Eine ausführliche und frisch aktualisierte Arbeitshilfe zu den Änderungen und den aufenthaltsrechtlichen Perspektiven für Drittstaatsangehörige aus der Ukraine gibt es beim Informationsverbund Asyl und Migration: https://www.asyl.net/start/faq-drittstaatsangehoerige-ukraine

Die Linke hat hat eine Handreichung (deutsch und englisch) mit einer Übersicht zur rechtlichen Situation und Beratunsstellen in Hamburg erstellt.
Es gibt ab sofort auch eine Mailadresse, an die sich Drittstaatler*innen wenden können, wenn sie Unterstützung benötigen, um eine Eingabe zu stellen oder anderweitige Unterstützung zur Sicherung des Aufenthalts zu erhalten: refugees.from.ukraine.hamburg@outlook.de. Diese wird von einem breiten Bündnis für ein sicheres Bleiberecht verwaltet und kann gerne verbreitet werden.

Der Flüchtlingsrat Rheinland-Pfalz hat zusammen mit Rechtsanwalt Jens Dieckmann aus Bonn eine hilfreiche Arbeitshilfe entwickelt, mit welchen rechtlichen Schritten bei Drittstaatsangehörigen aus der Ukraine die Antragstellung nach § 24 und die Fiktionsbescheinigung inklusive der Erwerbstätigkeitserlaubnis durchgesetzt werden kann.

4. Gesundheitliche Versorgungsstellen

Leistungsberechtigte erhalten eine vorläufige Bescheinigung über die Anmeldung bei der AOK Bremen/Bremerhaven, die sechs Wochen gültig ist, und können damit unmittelbar einen Arzt/ eine Ärztin bzw. ein Krankenhaus aufsuchen. Später – nach erfolgter Anmeldung bei der AOK Bremen/Bremerhaven – erhalten sie eine elektronische Gesundheitskarte (eGK).

Die AOK hat eine Infoseite zu Gesundheitsleistungen für Menschen, die aus der Ukraine geflüchtet sind, erstellt. Diese ist auf Deutsch und Ukrainisch zugänglich und beantwortet viele grundlegende Fragen. Weitere Informationen zum Thema finden sich auf der Informationsseite des Bundesministeriums für Gesundheit. Die BzGA stellt mehrsprachige Materialien zum Thema Kindergesundheit zur Verfügung.

Ab dem 1. Juni 2022 ändern sich die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Sicherstellung des Krankenversicherungsschutzes für aus der Ukraine geflüchtete Menschen. Die Leistungsgewährung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) einschließlich Leistungen bei Krankheit entfällt. Stattdessen wird der Zugang zur gesetzlichen Krankenversicherung als Pflicht- bzw. freiwilliges Mitglied oder zur Gesundheitsversorgung im Rahmen des SGB XII- Systems gewährleistet.
Der GKV-Spitzenverband hat zu diesen neuen Regelungen und darüber hinaus zu Fragen der studentischen Versicherung und der Familienversicherung ein Rundschreiben veröffentlicht.

Der Internetdienst Arzt-Auskunft der Stiftung Gesundheit listet ab sofort Ärztinnen und Ärzte auf, in deren Praxen Ukrainisch oder Russisch gesprochen wird. Unter den Mediziner*inen finden sich Ärzt*innen verschiedener Fachrichtungen wie Zahnärzt*innen, Psycholog*innen oder Psychotherapeut*innen, teilte die Stiftung am Mittwoch in Hamburg mit. Im Verzeichnis der Arzt-Auskunft sind rund 23.000 Einträge von Praxen gelistet, in denen Russisch verstanden wird, in 620 können sich Patienten auf Ukrainisch verständigen.


(15. März 2022) Kurzinfo aus dem Amt für Gesundheit zum Thema Impfungen der Geflüchteten aus der Ukraine:
Impfzertifikate sind nach EU-Kommission grundsätzlich gleichwertig (Dies muss aber noch verifiziert werden, gilt wahrscheinlich für Impfserien mit in der EU-zugelassenen Impfstoffen). Mit Sputnik, CoronaVac o. ä. Geimpfte müssen eine neue Impfserie beginnen (siehe RKI-Empfehlung Impfungen). Genesenen-Status ist schwierig, weil Richtlinienkonformität (RiLiBäk) unkrainischer Laboratorien nicht gesichert ist. Geflüchtete haben Anspruch auf COVID-19-Impfungen und digitale Impfzertifikate. 
Es gibt russischsprachige als auch ukrainische Aufklärungsmaterialien (MedWatch).
Aufklärungsbögen für mRNA Impfungen: RKI – Informationsmaterial zum Impfen – Aufklärungsmerkblatt zur COVID-19-Impfung mit mRNA-Impfstoff)

Hilfe für ukrainische Schutzsuchende mit Epilepsie
Gerade bei Epilepsie ist die geregelte Medikamenten-Einnahme besonders wichtig. Viele Schutzsuchende haben aber derzeit nicht mehr ausreichend Epilepsie-Medikamente. Daher können sich ukrainische Schutzsuchende mit Epilepsie telefonisch einen Termin für eine Kurz-Vorstellung in der Praxis geben lassen, damit eine geregelte Medikamentenversorgung dieser Menschen gewährleistet ist. Voraussetzung ist die bereits erfolgte Registrierung der Schutzsuchenden, damit eine Krankenversicherung besteht (aktuell werden 24-Stunden-Bescheinigungen für die ärztliche Versorgung ausgestellt).
Bitte beachten: Da es sich um eine reine Epilepsie-Ambulanz handelt, können keine anderen Krankheiten behandelt oder Medikamente verordnet werden. Es muss zwingend vorab telefonisch ein Termin vereinbart werden. Eine Mitarbeiterin in der Ambulanz spricht Ukrainisch.
Kontakt: Spezial-Ambulanz am Ev. Krankenhaus Alsterdorf, Paul-Stritter-Weg 1, 22337 Hamburg
Terminvereinbarung: 040 50 77 39 66
Sprechzeiten der Spezialambulanz: Montag 8.00 – 17.00 Uhr, Dienstag 8.00 – 15.00 Uhr, Mittwoch 8.00 – 14.00 Uhr, Donnerstag 8.00 – 16.00 Uhr, Freitag 8.00 – 14.00 Uhr

Psychosoziale Unterstützung

Flüchtlingsambulanz des UKE: fluechtlingsambulanz@uke.de / 040 4719308 0
Das UKE hat für Kinder, Eltern, Unterstützer*innen eine Beratung zu psychologischer Hilfe eingerichtet: Die Telefonberatung wird immer am Dienstag zwischen 10 und 11 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 15 Uhr angeboten. Zu erreichen ist die Telefonberatung unter der Nummer: +49 (0) 152 228 15335.

Psychosoziale Unterstützung für Geflüchtete (Ukrainisch / Russisch Dolmetscher*innen sind verfügbar): psb-flucht@diakonie-hamburg.de / 040 30620-361 / Königstraße 54

Eine psychologische Sprechstunde für geflüchtete Ukrainer*innen bietet „stabil und gesund GbR“ in Altona an – wenn gewünscht mit Übersetzer*in. „stabil und gesund GbR“ ist ein Zusammenschluss von Therapeut*innen, die sich auf Traumatherapie spezialisiert haben. Nur mit Anmeldung über Centra:
info@centra.hamburg oder Telefon: 040 – 2320 522 22

Telefonseelsorge der Diakonie auf Ukrainisch/Russisch: 030 – 440 308 454

Um Flüchtlingseltern aus der Ukraine zu unterstützen, hat die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) ihren Ratgeber „Wie helfe ich meinem traumatisierten Kind?“ auf Ukrainisch und Russisch veröffentlicht. Dieser ist unter folgender Internetadresse abrufbar: www.elternratgeber-fluechtlinge.de oder www.parent-refugees.de.
Außerdem gibt es ein ausdruckbares Plakat mit QR-Code, das auf die Webseite aufmerksam macht.

5. Hinweise für Menschen auf der Flucht

Fortlaufend aktualisierte Informationen für Menschen, die einen Weg aus der Ukraine finden wollen. Infos in Englisch und Ukrainisch: https://cryptpad.fr/pad/#/2/pad/view/wznYh8Q6eEGuTI-UrgBjqqwsUrz9JzlHFoLURk1kd48/

Die Interventionsstelle für Betroffene von Frauenhandel in Wien hat einen Leitfaden entwickelt, der insbesondere an Frauen gerichtet ist, die aus der Ukraine fliehen. Der Leitfaden „Be safe on the way“ soll auf Gefahren des Menschenhandels aufmerksam machen und wichtige präventive Hinweise geben.

Zuständig für Anfragen aus Deutschland aller Art ist das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen, 08000 116 016 das in 17 Sprachen, ua Russisch zu erreichen ist.  

Der Bundesweite Koordinierungskreis gegen Menschenhandel e.V. (KOK) bietet ebenfalls viele Informationen zu dem Thema. Informationsblatt „Was ist Menschenhandel?“

(21. Juni 22) Die Servicestelle gegen Arbeitsausbeutung, Zwangsarbeit und Menschenhandel hat zwei neue Flyer zum Schutz vor Menschenhandel erstellt:
Informationen für aus der Ukraine ankommende Menschen (auf Ukrainisch, Russisch, Deutsch und Englisch)
Informationen für Unterstützer*innen (auf Ukrainisch, Deutsch und Englisch)

Evakuierungsinitiative „Evacuate africans from Ucraine“ für flüchtende BPOCs aus der Ukraine: evacuateafricansfromua@gmail.com

6. Politische Stellungnahmen und Forderungen

Offener Brief der ASten Hamburg: Geflüchteten drittstaatsangehörigen Studierenden aus der Ukraine eine Perspektive geben! (6. Juli 2022)

Offener Brief von Trägern der Migrationsberatung in Hamburg: Solidarität ist unteilbar! Selektives Willkommen spaltet (20. Juni 2022)

Gemeinsame Erklärung von Landesflüchtlingsräten, PRO ASYL und zahlreichen weiteren Organisationen: Zur Innenministerkonferenz in Würzburg: Gleichbehandlung aller Geflüchteten aus der Ukraine! (24. Mai 2022)

ProAsyl: Presseerklärung zum Schutz für Deserteure und Kriegsdienstverweigerer aus Belarus, der Ukraine und Russland (29. März 2022)

Vereinigung Mandatsträger:innen afrikanischer Abstammung (VMA) e.V.: Petition: Keine Menschen zweiter Klasse! Gleiche Rechte für alle Geflüchteten aus der Ukraine (März 2022)

Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung: Stellungnahmen zu den Folgen des Kriegs in der Ukraine für Migration und Integration (26. März 2022)

Der Bundes Roma Verband, das Roma Center/ RAN, Romani Phen und weitere Roma-Organisationen haben eine Stellungnahme mit Vorschlägen ausgearbeitet, um die flüchtenden Roma aus der Ukraine angemessen zu unterstützen: Bewegungsfreiheit und Schutz für Roma aus der Ukraine! (März 2022)

ProAsyl: Solidarität jetzt – Internationale Studierende aus der Ukraine brauchen Perspektive auf Fortsetzung ihres Studiums in Deutschland (21. März 2022)

Flüchtlingsräte und PRO ASYL fordern Abschaffung des Asylbewerberleistungsgesetzes, freie Wohnortwahl und dezentrale Unterbringung für alle Geflüchteten: Solidarität kennt keine Nationalität – Aufnahmebedingungen für alle Schutzsuchenden verbessern. (11. März 2022)

Nichtregierungsorganisationen und Zuwanderungsbeauftragter fordern schleswig-holsteinische Gleichbehandlungspraxis bei der Aufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine ein: Nicht mit zweierlei Maß! EU will die Opfer des Ukarine-Krieges unterschiedlich behandeln. (7. März 2022)

Diakonie-Präsident Lilie zu den EU-Beschlüssen zur Aufnahme von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine (4. März 2022)

Caritas fordert humanitäre Korridore und stockt Hilfe für die Ukraine und Nachbarländer deutlich auf (2. März 2022)

EKD-Friedensbeauftragter und Bischof für die Evangelische Seelsorge in der Bundeswehr zum Krieg in der Ukraine (2. März 2022)

Brot für die Welt und Diakonie Deutschland rufen zu Frieden auf (25. Februar 2022)

7. Rechtliche Hinweise für Schutzsuchende Menschen aus der Ukraine (Aufenthalt, Sozialleistungen, etc.)

Bundesregierung: Das Hilfe-Portal „Germany4Ukraine“ für in Deutschland ankommende Geflüchtete aus der Ukraine ist online. Informationssammlung auf deutsch, ukrainisch und russisch.
Bundesinnenministerium: Fragen und Antworten zur Einreise aus der Ukraine https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/faqs/DE/themen/ministerium/ukraine-krieg/faq-liste-ukraine-krieg.html
Integrationsbeauftragte der Bundesregierung:
Fragen und Antworten zur Einreise aus der Ukraine und zum Aufenthalt in Deutschland https://www.integrationsbeauftragte.de/ib-de/staatsministerin/krieg-in-der-ukraine
Auswärtiges Amt: Informationen rund um die aktuelle Situation in der Ukraine https://www.auswaertiges-amt.de/de/service/UKR?openAccordionId=item-2513234

Stadt Hamburg: FAQ für Geflüchtete https://www.hamburg.de/faq-fuer-fluechtlinge/
Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration Hamburg: Information zur Versorgung und Unterbringung von Schutzsuchenden aus der Ukraine (11. März 2022)

Deutsches Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e. V.: Erste Hinweise zu Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Flucht von ukrainischen Kindern, Jugendlichen und ihren Familien nach Deutschland, (11. März 2022)

Fluchtpunkt Hamburg: Rechtliche Hinweise (auch russich und ukrainisch) https://fluchtpunkt-hamburg.de/update-zur-aufnahme-von-gefluechteten-aus-der-ukraine-in-deutschland/ (18. März 2022)

Flüchtlingsrat Niedersachsen: Aktuelle Informationssammlung für Schutzsuchende aus der Ukraine    https://www.nds-fluerat.org/infomaterial/ukraine-aktuelle-informationen/

Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein: Aktuelle Informationen zur Aufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine https://www.frsh.de/artikel/ukraine-informationen/

GGUA Flüchtlingshilfe: Aufenthaltsrecht und Sozialleistungen für Menschen aus der Ukraine https://ggua.de/fileadmin/downloads/tabellen_und_uebersichten/Ukraine_neu.pdf (10. März 2022),

Handbook Germany: Aktuelle Informationen zur Einreise und zum Aufenthalt für Menschen aus der Ukraine (auch in russisch und ukrainisch), https://handbookgermany.de/de/ukraine-info/de.html

Informationsverbund Asyl und Migration e.V.: Aktuelle Informations- und Linksammlung https://www.asyl.net/schutzsuchende-ukraine

 IQ Fachstelle Migration: FAQ zur aktuellen rechtlichen Situation https://www.netzwerk-iq.de/foerderprogramm-iq/fachstellen/fachstelle-einwanderung/fuer-die-praxis/arbeitshilfen/faq-aufenthalt-ukraine

Jugendmigrationsdienste (JMD): Beratung zu Aufenthaltsfragen https://www.jugendmigrationsdienste.de/meinen-jmd-vor-ort-finden/bundesland?tx_jmd_showjmd%5Bbundesland%5D=2&tx_jmd_showjmd%5Blandkreis%5D=0&tx_jmd_showjmd%5Btraegergruppe%5D=0 

Migrationsberatungen für erwachsene Zuwander*innen (MBE): Beratung zu Aufenthaltsfragen https://www.hamburg.de/contentblob/128662/5bf777ab8f4f721732338de0460aa6c9/data/allg-info-migrationsberatung-anbieter.pdf

Minor – Projektkontor für Bildung und Forschung: Aktuelle Rechtliche Hinweise (auch russisch und ukrainisch) https://minor-kontor.de/aufenthaltsrechtliche-fragen-fuer-menschen-aus-der-ukraine-in-deutschland/   

ProAsyl: Aktuelle Hinweise für Geflüchtete aus der Ukraine https://www.proasyl.de/hintergrund/aktuelle-informationen-fuer-gefluechtete-aus-der-ukraine/, Online-Infoveranstaltung zur Ukraine – Der »vorübergehende Schutz« und weitere aktuelle Rechtsfragen (11. März 2022)

Universität Hamburg: Hinweise zu Studien- und Rechtsberatung für Geflüchtete https://www.uni-hamburg.de/uhhhilft-ukraine/hilfsangebote.html


Konsulat der Ukraine in Hamburg
Generalkonsulat der Ukraine
Mundsburger Damm 1
22087 Hamburg
Telefon: +49 40 229 498 10
Fax: +79 40 229 498 13
E-Mail: gc_deg@mfa.gov.ua
Webseite: https://hamburg.mfa.gov.ua/de
Konsul: Frau Dr. Iryna Tybinka
Öffnungszeiten: Mo., Mi., Do., Fr. 09.00 – 13.00 Uhr und Di. 15.00 – 18.00 Uhr

Handreichungen für die Beratung

Gilt ab 1. Juni 2022: Tabellarische Übersicht: Ab 1. Juni 2022: Sozialrechtliche Rahmenbedingungen mit Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG bzw. nach Antrag auf vorübergehenden Schutz, GGUA Flüchtlingshilfe

31. März 2022: Vorübergehender Schutz nach § 24 AufenthG auch für antragsberechtigte Drittstaatsangehörige anstelle eines Asylantrags oder einer Duldung, Beauftragter für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen Schleswig-Holstein

28. März 2022: Teilhabeleistungen (Eingliederungshilfe), Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe und Leistungen zur Pflege für Personen, die aus der Ukraine geflüchtet sind, Handreichung der Diakonie Deutschland

Politische Beschlüsse und Verordnungen

5. September 2022: Umsetzung des Durchführungsbeschlusses des Rates zur Feststel-
lung des Bestehens eines Massenzustroms im Sinne des Artikels 5 der
Richtlinie 2001/55/EG und zur Einführung eines vorübergehenden
Schutzes
, Bundesinnenministerium

17. Juni 2022: Neuformulierung des schleswig-holsteinischen Gesamterlasses zum Verwaltungsumgang mit allen aus der Ukraine Geflüchteten, Innenministerium Schleswig-Holstein

April 2022: Besprechung des Bundeskanzlers mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder – Beschluss

18. März 2022: Zeitlich befristete Anerkennung UKR ID-Karte/Passpflicht, Rechtmäßigkeit von Einreise und Aufenthalt, Bundesinnenministerium

4. März 2022: Durchführungsbeschluss zur Feststellung des Bestehens eines Massenzustroms von Vertriebenen aus der Ukraine im Sinne des Artikels 5 der Richtlinie 2001/55/EG und zur Einführung eines vorübergehenden Schutzes, Rat der Europäischen Union

7. März 2022: Verordnung zur vorübergehenden Befreiung vom Erfordernis eines Aufenthaltstitels
von anlässlich des Krieges in der Ukraine eingereisten Personen (Ukraine-Aufenthalts-Übergangsverordnung – UkraineAufenthÜV)
, Bundesinnenministerium

11. März 2022: Zum Verwaltungsumgang mit den aus der Ukraine flüchtenden unbegleiteten minderjährigen und – ggf. nicht von den Eltern – begleiteten Minderjährigen, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

14. März 2022: Umsetzung des EU-Beschlusses zu § 24 AufenthG, Bundesinnenministerium

8. Spendenmöglichkeiten/Finanzielle Förderung

Caritas International: https://www.caritas-international.de/hilfeweltweit/europa/ukraine/inlandsvertriebene

Diakone Katatstrophenhilfe: https://www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spende/ukraine


Sachspendensammelaktionen in Hamburg:
(Hinweis: Bitte immer vorab informieren, da sich Bedarfe aktuell schnell ändern können.)

Wer: ASB-Logistikzentrum Auslandshilfe
Wann: täglich von 10-17 Uhr
Wo: Suurheid 22 (Anfahrt über Sieversstücken), 22559 Hamburg
Was wird benötigt: Sachspenden für Spendentransporte, Telefon-Hotline: (040) 831131

Wer: Der Hafen hilft
Wann: Montags bis freitags 16 bis 20 Uhr, am Wochenende 14 bis 19 Uhr
Wo: Logistikstation im Oberhafen, Stockmeyerstraße 43, 20457 Hamburg
Was wird benötigt: Informationen über aktuelle Bedarfe (auch Geldspenden möglich) unter https://www.der-hafen-hilft.de/

Wer: Hanseatic Help
Wann: Dienstag bis Samstag, 10 – 18 Uhr
Wo: Große Elbstraße 264, 22767 Hamburg
Was wird benötigt: https://www.hanseatic-help.org/spenden/

Wer: Flüchtlingshilfe Luthergemeinde Bahrenfeld
Wann: Dienstag und Donnerstag von 10:00 – 16:00 Uhr, Mittwoch  von 10:00 – 13:00 Uhr
Wo: Regerstraße 73, 22761 Hamburg
Was wird benötigt: Schuhe (Turnschuhe)-alle Größen, Hygieneartikel, Strümpfe (bitte neu), Unterwäsche (bitte neu), Jogginghosen-alle Größen, Schreibutensilien und Papier, Malbücher usw…. leichte Wolldecken, Kartons …, Tel. 040 881 56 300


Caritas Kleiderkammer Mutter und Kind: Viele Menschen aus der Ukraine sind nach Hamburg geflüchtet, vor allem Frauen mit ihren Kindern. Für diese Menschen bietet die Caritas ab sofort eine Kleiderausgabe in Hamburg-St. Georg an. An zwei Tagen die Woche können Mütter für sich und ihre Kinder kostenlos Kleidung und Spielsachen in den Räumlichkeiten der ehemaligen Domschule erhalten. Das Team der Kleiderausgabe besteht aus zehn Ehrenamtlichen, die größtenteils ukrainisch sprechen. Die Kleidung wird sehr umfangreich von Hanseatic Help zur Verfügung gestellt, so dass weitere Kleiderspenden nicht erforderlich sind.
Wann: Montag und Donnerstag: 14:00 bis 17:00 Uhr
Wo: ehemalige Domschule St. Marien, Am Mariendom 6 (Zugang: Danziger Straße 65)


Aktion Mensch hat eine Projektsonderförderung Ukrainekrieg „Hilfe für geflüchtete Menschen“ gestartet. Eine Antragstellung ist über das Online-Portal der Aktion Mensch bis 31.12.2022 möglich: https://www.aktion-mensch.de/ukraine

Europäischer Asyl-, Integrations- und Migrationsfonds (AMIF) – Projektförderung zu Gunsten von Kriegsvertriebenen aus der Ukraine, Informationen und Förderatlas 2021-27


Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) hat auf dem Verwaltungswege steuerliche Entlastungsmaßnahmen zur Unterstützung der von der Ukrainer-Krise betroffenen im Gemeinnützigkeits-, Spenden- und Umsatzsteuerrecht verfügt. Die Maßnahmen gelten vom 24.02.2022 bis zum 31.12.2022. Nähere Erläuterungen finden Sie hier.

9. Unterkünfte

Personen, die eine Unterkunft von der Stadt benötigen, wenden sich an das Ankunftszentrum in Rahlstedt zur Registrierung. Es ist rund um die Uhr geöffnet:
Zentrale Erstaufnahmeeinrichtung / Ankunftszentrum
Adresse: Bargkoppelweg 66a, 22145 Hamburg
Mehr Infos: https://www.hamburg.de/innenbehoerde/erstaufnahme/

Schutzsuchende, die privat untergebracht sind, sollen sich mit Stand 10. Mai für die Ersterfassung nun ebenfalls an das Amt für Migration im Ankunftszentrum, Bargkoppelweg 66a, 22145 Hamburg, melden. Die Ersterfassung ist dort an jedem Wochentag (auch Wochenende) möglich. Das Ankunftszentrum ist rund um die Uhr geöffnet. Für die Registrierung im Ankunftszentrum ist ein Termin erforderlich. Dieser muss vorab online gebucht werden. Zur Vermeidung von längeren Wartezeiten kann der online verfügbare Anmeldebogen für Schutzsuchende bereits vorab ausgefüllt und zur Registrierung mitgebracht werden.

Aktuelle Hinweise der Behörden werden hier veröffentlicht:
https://www.hamburg.de/ukraine/
https://www.fz-hh.de/de/

Hier sind die Standorte der Unterbringung von Schutzsuchenden aus der Ukraine in Hamburg zu finden: https://www.hamburg.de/fluechtlinge-unterbringung-standorte/

Die Bundesinitiative „Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ hat auf ihrer Webseite Informationen und Praxismaterialien zum Thema (Gewalt-)Schutz von geflüchteten Menschen gebündelt, die in der aktuellen Situation hilfreich sein können, um die besonderen Schutzbedarfe der geflüchteten Menschen zu adressieren: https://www.gewaltschutz-gu.de/


Wenn Sie zusätzlich private Unterkünfte anbieten möchten oder suchen können Sie sich an das Bündnis Hamburger Flüchtlingshilfe (BHFI) (in Kooperation mit der Bürgerstiftung Hamburg) wenden:

Suchen: unterkunftgesuch@bhfi.de
Anbieten: ukrainehelfen@bhfi.de

(Rechtliche) Hinweise und Tipps Gastgeber*innen:
ProAsyl
#UnterkunftUkraine
Deutscher Mieterbund
Deutscher Caritasverband

Aktuelle Informationen zum Thema Versicherungsschutz bei der Aufnahme Geflüchteter aus der Ukraine: https://www.ecclesia.blog/unterbringung-gefluechteter-aus-der-uk-raine-versicherungsschutz-grundsaetzlich-gewaehrleistet

Vermittlung von Mietwohnungen Hamburg: https://www.wohnbruecke-lawaetz.de/

Aufruf der Stadt Hamburg „Vermieter gesucht“: https://www.hamburg.de/vermieter-gesucht/

10. Unterstützungsmöglichkeiten

FAQ für Ehrenamtliche der Stadt Hamburg: https://www.hamburg.de/faq-engagement/

Bezirklichen  Koordinator*innen von Freiwilligen: https://www.hamburg.de/fluechtlinge-grundlagen/5038392/fluechtlings-koordinatoren/

Die Freiwilligenagenturen Hamburgs bieten Informationen zu ehrenamtlichen Engagement, Sach- und Geldspenden und Unterkünften.

Das Bündnis Hamburger Flüchtlingsinitiativen (BHFI) und die Bürgerstiftung sammeln Angebote der Unterstützung, sowohl für private Unterbringung, als auch Patenschaften.
Kontaktaufnahme über Mail: ukrainehelfen@bhfi.de, Kontaktformular

Informationen vom Verein der deutsch-ukrainischen Zusammenarbeit e.V. in Norddeutschland: https://feineukraine.de/, https://hilfe-ua.de/

Angebote der Deutschen Stiftung Engagement und Ehrenamt (DSEE): Unter dem Titel „Ehrenamt hilft gemeinsam. Engagement für Geflüchtete aus der Ukraine“ hat die DSEE eine Überblickseite veröffentlicht. Ein Funktionspostfach: gemeinsam@d-s-e-e.de oder gemeinsamwirken@d-s-e-e.de wurde eingerichtet für Freiwillige, die sich für Menschen aus der Ukraine einsetzen wollen. Möglichkeiten, sich zu engagieren, Spenden, Unterkunft, finanzieller Förderung, psychologischer Unterstützung und vielem mehr wird hier gesammelt.


Hanseatic Help
Du willst uns bei der Vereinsarbeit unterstützen oder beim Sortieren helfen? Super! Egal wie viel Zeit du hast, wie oft du da sein kannst, komm rum.
Große Elbstraße 264, 22767 Hamburg
Dienstag bis Samstag 10 – 18 Uhr
Zum Mithelfen an der Spendenannahme, beim Spendensortieren und Bestellungen packen müsst ihr euch nicht anmelden, kommt einfach vorbei! Weitere Infos…

Flüchtlingshilfe Luthergemeinde Bahrenfeld

Die Kleiderkammer im Regerhof sucht Unterstützung bei der Erstversorgung von geflüchteten Menschen. Auf dem Regerhof gibt es außerdem eine Fahrradwerkstatt, das Café Elio und eine Sozialberatung.

Infozettel deutsch
Infozettel ukrainisch

Wir für Niendorf
Das Café Mittenmang öffnet wieder zweimal wöchentlich seine Türen und alle, die sich in Deutsch unterhalten wollen, die Kontakt suchen, die Fragen haben und nicht wissen wo es die Antworten dazu gibt, sind herzlich eingeladen, am Mittwoch zwischen 15 und 17 Uhr oder am Samstag zwischen 15 und 19 Uhr in der ALTEN SCHULE (Tibarg 34, 22459 Hamburg) vorbei zu schauen. Menschen, die Lust haben, im Cafe mitzuhelfen oder mit den Gästen Deutsch zu sprechen – bitte meldet Euch gerne unter: mittenmang@wirfuerniendorf.de 

Grundsätzlich wird es Bedarf geben an Sprachvermittler*innen für Ukrainisch, Polnisch, Russisch. Wenn Menschen mit diesen Sprachkenntnissen bereit sind, zu unterstützen, freuen wir uns über eine Rückmeldung unter info@wirfuerniendorf.de

In der Alten Schule finden Deutschkurse, Rechtsberatung u.v.m. statt.

Die Künstler*innen von pART of us  haben eine „Solidarität mit der Ukraine Friedenstaube“ entworfen. Diese wollen wir nun durch Niendorf fliegen lassen- ach am liebsten in die ganze Welt! Druckt sie aus, hängt sie ins Fenster, ins Auto…nutzt es in Eurem What’s App Status… Lasst die Taube fliegen! Die Taube gib es als Postkarte oder A4 Poster professionell gedruckt zum Abholen im Village.


Die Hamburger Volkshochschule (VHS) bietet immer wieder Einführungskurse ins Ukrainische an. Zur Kurssuche…

Die Refugee Law Clinic Hamburg kann Unterstützung durch Dolmetschende (Ukrainisch/Russisch) gebrauchen. Interessierte können sich an rlc-beratung@uni-hamburg.de wenden.

TranslatorsAgainstWar übersetzt und dolmetscht aus dem Ukrainischen und Russischen ins Deutsche und umgekehrt. Ehrenamtliche Übersetzer*innen und Dolmetscher*innen können sich hier eintragen: https://survey.lamapoll.de/Translators/

Pressemittelung

Innenausschuss muss echtes Bleiberecht für Drittstaatsangehörige aus der Ukraine gewährleisten und Versprechen gegenüber Studierenden einhalten!

Kundgebung vom Bündnis für ein Sicheres Bleiberecht für drittstaatsangehörige Geflüchtete aus der Ukraine am 17.11.2022 um 16 Uhr am Adolphsplatz 6

Wir sind ein Bündnis aus Flüchtlingsinitiativen, Politik und Kirchen und kämpfen seit vielen Monaten für ein Bleiberecht für alle drittstaatsangehörigen Geflüchteten aus der Ukraine. Am 17.11.22 um 17 Uhr steht die Zukunft der Drittstaatsangehörigen auf der Tagesordnung des Innenausschusses der Bürgerschaft. 

Der Hamburger Senat hatte zwar angekündigt, dass zumindest die ca. 900 drittstaatsangehörigen Studierenden, die aus der Ukraine nach Hamburg geflohen waren, eine Chance für ein Aufenthaltsrecht erhalten sollen. Von Seiten des Amts für Migration werden jedoch weiterhin überzogene Anforderungen gestellt. Einer Studentin im Studienvorbereitungsprogramm der HAW, die sogar eine der rar gesäten Stipendienzusagen bis zum Ende des kommenden Sommersemesters erhalten hatte, wurde mitgeteilt, ein Stipendium für „nur“ elf Monate würde nicht ausreichen. Selbst diejenigen, die studienvorbereitende Sprachkurse besuchen und ihren Lebensunterhalt vollständig aus Erwerbstätigkeit bestreiten, werden aktuell abgelehnt.

Sista Oloruntoyin von der Community Anlaufstelle ARRiVATi erklärt: Es herrscht große Unsicherheit unter den Studenten, die aufgefordert wurden, das Land innerhalb von nur zwei Wochen zu verlassen. Solche Entscheidungen verhindern einen geordneten Schutz gerade derjenigen, die in der Ukraine traumatische Erfahrungen machen mussten und nun in einen prekären Status gezwungen werden, der sie zusätzlich belastet. Die Hamburger Innenbehörde zeigt einen weiteren Höhepunkt in der kontinuierlichen Durchsetzung diskriminierender Maßnahmen zur Verhinderung des Schutzes von Kriegsgeflüchteten aus sogenannten Drittstaaten.

In Bremen, München und diversen Ausländerbehörden anderer Bundesländer werden mittlerweile pragmatische Lösungen gefunden und Fiktionsbescheinigungen auf Grundlage des § 24 Aufenthaltsgesetz verlängert oder direkt für ein Jahr gewährt. Das heißt, dass die Drittstaatsangehörigen vorübergehend Integrationsmöglichkeiten wie ukrainische Staatsangehörige haben. In NRW erhalten ausbildungs- oder studienwillige Drittstaatsangehörige einjährige Fiktionsbescheinigungen, die zur Teilzeiterwerbstätigkeit berechtigen. Zuletzt wurden in Hamburg reihenweise Anträge der Studierenden im Schnellverfahren abgelehnt und diese zur Ausreise innerhalb von zwei Wochen aufgefordert. Dabei wird durch das Amt für Migration in rechtswidriger Weise das Recht auf Anhörung vor Erlass einer Ausreiseverfügung verletzt.

Merle Ahrens von der Härtefallberatung Caritasverband für das Erzbistum Hamburg e.V.: „Viele Drittstaatsangehörige aus der Ukraine bekommen aktuell Ausreiseverfügungen. Das ist die Vorstufe zur Abschiebung. Sie werden vor der Ablehnung ihrer Anträge nicht in einem ordnungsgemäßen Verfahren angehört. Dies ist rechtlich fragwürdig und führt zu vielen unnötigen Widerspruchsverfahren. Das Amt für Migration zeigt, dass es entgegen politischen Absprachen nicht wohlwollend mit der Situation der geflüchteten Drittstaatsangehörigen umgeht.

Susanne Ehlermann-Petersen von Omas gegen Rechts:Das ist keine faire Chance, sondern eine Farce! Die Drittstaatsagenhörigen sind vor demselben Krieg geflohen wie die ukrainischen Staatsagenhörigen. Sie haben mit großem Aufwand eine Studienmöglichkeit in der Ukraine erreicht und stehen jetzt vor dem Aus. Ihr Aufenthalt und Bleiberecht bereichert Hamburg. Bildung schafft Zukunft. Abschiebung ist Gewalt. Hamburg wirbt sehr gerne mit dem Slogan, das Tor zur Welt zu sein.  Öffnen Sie das Tor für eine sinnvolle Zukunft aller!

Pressemitteilung

Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft Kirchliche Flüchtlingsarbeit „hamburgasyl“ vom 12.08.2022: Geflüchtete aus der Ukraine in die Obdachlosigkeit geschickt

Hamburg schickt Geflüchtete aus der Ukraine nun immer öfter in die Obdachlosigkeit. Betroffen sind vor allem Menschen, die aus Drittstaaten kommen und in der Ukraine zum Beispiel studiert haben. Die Arbeitsgemeinschaft Kirchliche Flüchtlingsarbeit protestiert dagegen. „Damit bricht die Stadt die Zusagen, die sie diesen Menschen gegeben hat“, so Dietlind Jochims, Flüchtlingsbeauftragte der Nordkirche. Im April war das sog. „Hamburger Modell“ beschlossen worden: Drittstaatsangehörige aus der Ukraine sollten, genau wie ukrainische Geflüchtete, ein vorläufiges Aufenthaltspapier für zunächst sechs Monate bekommen. In dieser Zeit sollten sie klären, ob sie z. B. einen Studienplatz oder eine Arbeit finden können.
„Dafür braucht es aber Zeit“, sagt Jochims weiter. Für einen Studienplatz zum Beispiel muss man im Regelfall fließend Deutsch beherrschen und seine ausländischen Schulzeugnisse anerkennen lassen. „Statt den Betroffenen, die sich gerade viel Mühe geben, die Sprache zu erlernen, die sonstigen Voraussetzungen zu erfüllen, die teils Praktika machen, diese Zeit zu geben, sieht es nun so aus, als sollte einem nach dem anderen der Aufenthalt wieder entzogen werden.“ Die Betroffenen würden zur Ausreise binnen weniger Tage, oft nur einer Woche, aufgefordert. „Alle Bemühungen werden damit zunichte gemacht.“
Zusätzlich empört die kirchlichen Flüchtlingshelfer:innen, dass die aus der Ukraine Geflüchteten mit der Entscheidung auch aus ihren Unterkünften verwiesen werden. „Sie bekommen kein Dach über dem Kopf, keinerlei Leistungen, sind von einem Tag auf den anderen mittel- und obdachlos. So kann man mit Menschen, die gerade einem Krieg entkommen sind, nicht umgehen“, kritisiert Heiko Habbe von Fluchtpunkt. Auch wenn sie keine ukrainischen Staatsbürger seien, hätten sie den Krieg doch als Bruch im eigenen Leben erfahren. „Ihre ganze Lebensplanung war von einem Tag auf den anderen hinfällig. Wir sind in der Pflicht, auch diesen Menschen zu helfen, wieder Boden unter die Füße zu bekommen. Nicht nur, aber auch aus wirtschaftlichen Interessen, weil es hier um angehende Fachkräfte geht.“

Für Presseanfragen steht Ihnen stellvertretend für die Arbeitsgemeinschaft die Flüchtlingsbeauftragte der Nordkirche Dietlind Jochims und die Referentin für Flucht Dr. Katherine Braun zur Verfügung:
Pastorin Dietlind Jochims: +49 171 4118333; dietlind.jochims@flucht.nordkirche.de
Dr. Katherine Braun: +49 171 6816001; katherine.braun@flucht.nordkirche.de

Bustour: Menschenrechte auf der Flucht

Das Thema Flucht ist zurzeit doppelt präsent: Die Solidarität mit vor dem Krieg in der Ukraine Fliehenden  ist groß. Geflüchtete aus anderen Ländern sind oft schon auf ihrer Flucht Willkür, Gewalt und Diskriminierung ausgesetzt. Der Zugang zu den eigenen Rechten wird Vielen verwehrt. Dabei sind Menschenrechte unbedingt und unteilbar! Umso wichtiger, in diesen Zeiten dafür einzustehen.

Die Info- und Aktions-Bustour „Menschenrechte auf der Flucht“ der Flüchtlingsbeauftragten durch die Kirchenkreise der Nordkirche möchte mit Kirchengemeinden, lokalen und regionalen Akteur*innen ins Gespräch kommen und für relevante Themen sensibilisieren und vernetzen.

Ein zentraler Bestandteil der Tour durch Mecklenburg, Hamburg und Schleswig-Holstein ist die Ausstellung „Grenzerfahrungen“ von Pro Asyl u.a., die an verschiedenen Orten gezeigt wird. Der zeitliche Rahmen ergibt sich durch den 30. Jahrestag der Pogrome von Rostock-Lichtenhagen am 25. August über die interkulturellen Wochen bis zum „Tag des Flüchtlings“ am 30. September.

Mehr Infos, ein Video über die Bustour und das ganze Programm findet ihr hier: https://hamburgasyl.de/mitmachen/bustour-menschenrechte-auf-der-flucht/

Abschiebehaftanstalt Glückstadt

Seit August letzten Jahres ist die Abschiebehafteinrichtung in Glückstadt in Betrieb. Das Kooperationsprojekt von Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg soll als Ultima Ratio bei der Durchsetzung der Ausreisepflicht dienen und sicherstellen, dass sich Menschen dieser nicht entziehen, so die übereinstimmende Haltung der drei Landesregierungen. Demnach soll auch die sogenannte Rückfürungseinrichtung am Hamburger Flughafen in diesem Jahr geschlossen werden. Die ehemalige Marine-Kaserne in Glückstadt wurde unter Schirmherrschaft von Schleswig-Holstein aufwendig und kostenintensiv umfunktioniert und soll für insgesamt 60 Inhaftierte Platz bieten – 20 Plätze für jedes beteiligte Bundesland. Aktuell steht noch nicht die gesamte Kapazität zur Verfügung, da einerseits die Bauarbeiten noch nicht abgeschlossen sein sollen, andererseits sich nicht genug Bedienstete für den Abschiebehaftvollzug finden lassen. Um dies zu ändern hat Schleswig-Holstein eine eigene Ausbildung für Abschiebehaftvollzugsbedienstete geschaffen.

Es ist aus unserer Perspektive zwingend notwendig, Strukturen zu stärken, die den Inhaftierten Menschen rechtlich zur Seite stehen. Nicht zuletzt die aussagekräftige Statistik des renommierten Migrationsrechtsanwalts Peter Fahlbusch zeigt, dass es regelmäßig zu rechtswidrigen Inhaftierungen Ausreisepflichtiger kommt. Demnach waren knapp über 50% aller Mandant:innen von ihm, die sich bundesweit in Abschiebehaftanstalten befanden, zu Unrecht in Haft. Diese hohe Fehlerquote von rechtlichen Entscheidungen zeigt, dass es nötig ist, den betroffenen Menschen eine Lobby zu geben und sie zu unterstützen. Folglich sind wir erfreut, dass die Diakonie Rantzau-Münsterdorf in der Einrichtung die offizielle Sozialberatung übernimmt und Inhaftierten zur Seite steht. Weitere Organisationen und Gruppen, die sich in Glückstadt engagieren sind: Flüchtlingsrat SH, Refugee Law Clinic Kiel, Besuchsgruppe Glückstadt (http://glueckstadtohneabschiebehaft.blogsport.eu/). Auch die Hamburger Law Clinic unterstützt mit ihrer Expertise bei rechtlichen Abschiebehaftberatung in Glückstadt (info@abschiebehaftberatung-hh.de).

 Die Innenministerin von Schleswig-Holstein Dr. Sabine Sütterlin-Waack wirbt mit dem Slogan „Wohnen minus Freiheit“ für die Akzeptanz der neuen Einrichtung und nutzt bewusst Worte wie Bewohnende oder Untergebrachte anstatt Inhaftierte. Es scheint, dass der interessierten Öffentlichkeit und Nachbarschaft ein Bild vermittelt werden soll, das wenig mit der Realität zu tun hat. Dies zeigt sich, wenn man vor der neu hochgezogen 6 Meter hohen Betonwand der Einrichtung steht, über die kein Blick von außen in das Innere der Haftanstalt geworfen werden kann. Noch viel weniger können die Inhaftierten über die Mauer rausschauen geschweige denn rausgehen. Auf dem alten Kasernenareal wurden neben ein paar Sportgeräten vor allem Sicherheitsarchitektur installiert: Zäune, Gitter, Nato-Draht, Kameras, Schlösser und Zellen, darunter auch besonders gesicherte Hafträume z.B. für suizidale Menschen. Den Inhaftierten werden ihre Smartphones bei Aufnahme abgenommen und mit nicht-internetfähigen Handys ausgetauscht, sodass den Menschen erschwert wird, ihre üblichen sozialen Kontakte Aufrecht zu erhalten.

Wohnen hat für uns viele Facetten, aber mitnichten hat der Alltag für Inhaftierte in Glückstadt damit zu tun. Sie sind ausgeschlossen vom gesellschaftlichen Leben, warten auf ihre Abschiebung ins Ungewisse und befinden sich in einem Vollzug, der dem einer Strafhaft ähnelt.
Und genau hier liegt der Knackpunkt: Wir sprechen i.d.R. nicht von verurteilten Staftäter:innen. Wir sprechen von Schutzsuchenden, die sich in Deutschland ein neues Leben aufbauen wollten. 

Mehr Informationen:
Der NDR hat eine dreiteilige Dokumentation veröffentlicht, die eindrucksvoll die Entstehungsgeschichte der Abschiebehafteinrichtung in Glückstadt begleitet und verschiedene Perspektiven auf den Bau der Einrichtung beleuchtet.

Teil 1
Teil 2
Teil 3

Diakonie zum Tag der Migrant*innen

Zum Internationalen Tag der Migrantinnen und Migranten am 18. Dezember

Diakonie: Drei Sofortmaßnahmen zum Schutz der Rechte von Migrantinnen und Migranten in Deutschland

Berlin, 17. Dezember 2021 – Migrantinnen und Migranten brauchen in Deutschland einen besseren Schutz ihrer Menschenrechte.

Dazu fordert die Diakonie von der neuen Bundesregierung drei Sofortmaßnahmen:

1. Deutschland muss endlich der UN-Wanderarbeiter-Konvention beitreten

Maria Loheide, Vorständin Sozialpolitik der Diakonie Deutschland: „Arbeitsmigrantinnen und -migranten leisten einen erheblichen Beitrag zum Wohlstand in Deutschland. Sie sind aber in vielerlei Weise benachteiligt. Die Menschen benötigen umfassend Schutz bei Krankheit oder einem Unfall und einen sicheren Aufenthaltsstatus. Durch den Beitritt zur Wanderarbeiter-Konvention verpflichtet sich der deutsche Gesetzgeber, die Rechte der Menschen zu verbessern, von deren Arbeit die Gesellschaft profitiert. Dies wäre – auch im internationalen Kontext – ein wichtiges Signal.“

2. 24-Stunden-Betreuung in der häuslichen Pflege reformieren und legal gestalten

Die 24-Stunden-Betreuung in der häuslichen Pflege durch osteuropäische Kräfte muss grundlegend reformiert und legal ausgestaltet werden. Eine Betreuung rund um die Uhr durch eine einzige Pflegekraft wurde vom Bundesarbeitsgericht in seinem Urteil vom 24. Juni als rechtswidrig erklärt. Sie ist ethisch nicht zu verantworten und auch aus pflegewissenschaftlicher Perspektive inakzeptabel.

Maria Loheide: „Die Bundesregierung muss ausbeuterische Beschäftigungsverhältnisse in der häuslichen 24-Stunden-Betreuung unterbinden. Dazu muss sie ein Maßnahmenpaket entwickeln, das die häusliche Versorgung pflegebedürftiger Menschen verlässlich sichert. Für die geschätzt 800.000 Pflege- und Betreuungskräfte in privaten Haushalten müssen dieselben Regeln und Rahmenbedingungen gelten wie für alle anderen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland auch. Dazu gehören der Mindestlohn und die Begrenzung der Arbeitszeit durch das Arbeitszeitgesetz. Die Praxis ist davon leider weit entfernt.“

3. Arbeitssuchende EU-Staatsangehörige sozial absichern

Arbeitssuchende EU-Staatsangehörige dürfen nicht länger von Sozialleistungen und Kindergeld ausgeschlossen werden. Alle Unionsbürgerinnen und Unionsbürger in Deutschland brauchen die gleichen sozialen Rechte.

Maria Loheide: „EU-Staatsangehörige müssen sozial abgesichert sein, wenn sie sich rechtmäßig zur Arbeitssuche in Deutschland aufhalten. Eine Freizügigkeit zur Arbeitssuche ohne Garantie auf Existenzsicherung wird zum Nährboden für Ausbeutung und Menschenhandel.“

Zum Hintergrund:

Weltweit leben und arbeiten etwa 3,3 Prozent aller Menschen und etwa 4,4 Prozent aller Erwerbstätigen in Staaten, in denen sie nicht geboren wurden. Zurzeit sind weltweit ungefähr 260 Millionen Menschen Wanderarbeiterinnen und Wanderarbeiter. Sie

– füllen wichtige Lücken in den Arbeitsmärkten wohlhabender Länder,

– zahlen in die Sozialversicherungssysteme mehr ein als sie in Form von Leistungen erhalten,

– zahlen mehr Steuern als es ihrem Anteil an der Nutzung staatlicher Leistungen entspricht und

– fördern den technologischen Fortschritt in Deutschland.

Eine große Gruppe sind Frauen, die hauswirtschaftliche und pflegerische Arbeiten in anderen Ländern übernehmen, oft ohne Arbeitsverträge, die den rechtlichen Rahmenbedingungen entsprechen. Zu dieser Gruppe gehören bis zu 800.000 Live-in-Kräfte (sogenannte „24-Stunden-Betreuerinnen“), die nach aktuellen Schätzungen zurzeit in Deutschland tätig sind.

Migrantinnen und Migranten brauchen besonderen Schutz ihrer Menschenrechte. Die Vereinten Nationen haben deshalb am 18. Dezember 1990 das Internationale Übereinkommen zum Schutz der Rechte aller Wanderarbeitnehmerinnen und -arbeitnehmer und ihrer Familienangehörigen verabschiedet. Die Konvention verlangt von den Vertragsstaaten vorbeugenden Schutz sowie die Verhinderung von Missbrauch und Ausbeutung von Wanderarbeitenden und ihren Angehörigen.

Auch das Ziel 15 des Globalen Migrationspakts, dem sich 2018 Deutschland im Rahmen der Vereinten Nationen politisch verpflichtet hat, verlangt die „Gewährleistung des Zugangs von Migranten zu Grundleistungen“.

Weitere Informationen:

Wissen Kompakt Migrationsfachdienste: https://www.diakonie.de/wissen-kompakt/migrationsfachdienste   

Übersicht über diakonische Angebote der Migrationsberatung: https://hilfe.diakonie.de/hilfe-vor-ort/angebote-fuer-eingewanderte-und-gefluechtete/bundesweit/?text=Migrationsberatung&ersteller=&ansicht=liste

„GrünesLichtfürAufnahme“

Schon seit Monaten zeigt sich an der Polnisch-Belarussischen Grenze ein Bild, was mit Humanität und Menschenwürde nichts mehr gemein hat. Schutzsuchende werden in einem geopolitischen Konflikt genutzt, um politische Interessen durchzudrücken und sind der Situation hilflos ausgeliefert. Sie können weder vor noch zurück. Seit einigen Tagen eskaliert die Situation zunehmend: Menschen werden von der polnischen Polizei mit Gewalt nach Belarus zurückgedrängt, bekommen dort keinerlei Versorgung und müssen im (Ur-)Wald ausharren. Hinzukommen nun die kalten Temperaturen.

Trotz der perfiden Art und Weise, wie der belarussische Machthaber Lukaschenko Menschen an die E.U. Grenze schleust und sie als Druckmittel nutzt, kann die Antwort weder Grenzschließung noch illegale Push-Backs heißen.

Wir appellieren an politische Entscheidungsträger*innen, Druck auf die polnische Regierung aufzubauen, das Grundrecht auf Asyl zu gewährleisten und Schutzsuchende einreisen zu lassen. Gleichzeitig müssen humanitäre & medizinische Hilfsangebote von Internationalen Organisationen und NGOs ermöglicht werden, sowie unabhängige Pressevertreter*innen in der betroffenen Region zugelassen werden.

Damit nicht noch mehr Menschen auf dieser Fluchtroute zu Tode kommen, muss umgehend gehandelt werden. Wenn die Europäische Union für Werte wie Humanität und Menschenwürde stehen will, muss sie es jetzt umso mehr zeigen!

Aktion:

Unter dem Titel „Grünes Licht für Aufnahme“ fordern derzeit zahlreiche Organisationen – u.a. die SEEBRÜCKE, ProAsyl, Campact, Kindernothilfe, medico –  die alte und neue Bundesregierung auf, Schutzsuchenden und Migranten insb. im polnisch-belarussischen Grenzgebiet zu helfen. Am vergangenen Wochenende wurden dazu tausende Lichter vor dem Berliner Reichstagsgebäude aufgestellt – so wie die Anwohner*innen im polnischen Grenzgebiet. Dort signalisiert das grüne Licht im Fenster, dass Geflüchtete für konkrete Hilfe anklopfen können.

In gleicher Weise sollen in den kommenden Tagen auch in Deutschland bundesweit zehntausende grüne Lichter leuchten – vor allem am 3. Advent, dem 12. Dezember, dem zentralen Aktionstag von „Grünes Licht für Aufnahme“. Wer beim mitmachen möchte, kann dazu kostenfrei Kerzen-Sets mit Teelichtern und grünem Transparentpapier bestellen. Die Sets gibt es mit 1, 3 oder auch 10 Kerzen: https://aktion.campact.de/campact/gruenes-licht/feedback-kerzenset-bestellen.
Machen Sie gerne in ihren Kirchen und Netzwerken auf diese Adventsaktion aufmerksam. Weitere Informationen finden Sie hier sowie in den Sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #GrünesLichtfürAufnahme

Weitere Einschätzungen:

Für weitere Informationen zur aktuellen Lage empfiehlt sich, ein Pressegespräch vom „Mediendienst Integration“ zu hören.

„Die EU-Kommission schlägt vor, Polen, Lettland und Litauen Sonderinstrumente an die Hand zu geben, um die „Notlage“ an der Grenze zu Belarus zu bewältigen. Dieser Vorschlag ist Teil einer bedrohlichen Entwicklung: der Inszenierung eines permanenten Ausnahmezustands an den EU-Außengrenzen, durch die grundlegende Rechte außer Kraft gesetzt werden.“
Gerne möchten wir in diesem Kontext auf einen Beitrag von Andreas Grünewald von Brot für die Welt verweisen, der die Entwicklungen an der Polnisch-Belarussischen Grenze und vor allem den Umgang der EU damit einordnet.
Zum vollständigen Beitrag geht es hier.

Neues Migrationswort der Kirchen

„Migration ist kein abstraktes und kein eindimensionales Phänomen. Es geht um konkrete Menschen mit ihren Anliegen und Hoffnungen, um komplexe internationale Zusammenhänge, oft auch um schwierige Abwägungen.“ (S. 10)

Unter dem Titel „Migration menschenwürdig gestalten“ hat der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland und die Deutsche Bischofskonferenz in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland am 21.10.2021 gemeinsame Texte zum Thema Migration und Flucht vorgelegt. Seit fast 25 Jahren ist es das zweite Mal. Neben theologischen Einordnungen gibt es vor allem gegen Ende der Publikation auch ganz Konkretes: „Kirchliches Handeln in der Migrationsgesellschaft: Aufgaben und Orientierungen“.

Dort findet sich unter der Überschrift „Humanitäre Härten abwenden“ auch ein Bekenntnis zum Kirchenasyl „als letzter Ausweg, um Gefahren für Leib und Leben abzuwenden. In Anerkennung des Rechtsstaates setzen die Kirchen sich dafür ein, dass staatliche Entscheidungen überprüft werden, wenn unzumutbare Härten für die betroffenen Menschen zu erwarten sind.“ (S. 210)

Wir sind gespannt, welche weiteren Impulse das Migrationswort in Gesellschaft, Kirchengemeinden und Diakonie setzen kann! Denn u.a. mit Blick auf die europäischen Außengrenzen, den Umgang mit der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan, die gravierenden Mängel beim Familiennachzug gibt es wichtige Handlungsfelder für kirchliches Handeln auf allen Ebenen!

Das vollständige Dokument kann hier digital gelesen bzw. auch bestellt werden.

Sie haben Interesse an weiteren Informationen und Austausch zum Migrationswort der Kirchen? Gerne machen wir sie auf den ökumenischen Fachtag „Migration menschenwürdig gestalten“ zum neuen Migrationswort der Kirchen am 16.12.2021, 11.30 bis 17.30 Uhr aufmerksam.

Das Programm gibt’s hier:

Anmeldungen zum Fachtag sind bis zum 14. Dezember 2021 online möglich. Die Zugangsdaten für die Videokonferenz werden Ihnen rechtzeitig zugesandt.

Podcast-Tipp

Anne Harms, Leiterin der kirchlichen Rechtsberatungsstelle Fluchtpunkt und Teil von hamburgasyl, war zu Besuch bei NDRinfo: Im Anfang war das Wort mit Anne Harms.

„Wir viele Menschen können wir bei uns aufnehmen? Anne Harms sagt: „Diese Frage ist ein völlig verkehrter Ansatz: Wir denken alle, das Glück, dass wir in einer Region geboren sind, die derzeit Frieden und Wohlstand erlebt, gibt uns das Recht, zu entscheiden, wer daran teilhaben darf und das sogar um den Preis, dass Andere unsere Abwehr mit unserem Leben bezahlen, woher nehmen wir dieses Recht? Das wäre die richtige Frage!““

Zur ganzen Folge geht es hier.

Stellungnahme der Nordkirche

Kirchenleitung der Nordkirche appelliert an Landesregierungen

Afghanistan: Gesicherte Perspektiven für Flüchtlinge und Asylsuchende nötig

Schwerin (ce). Die Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) appelliert an die Landesregierungen in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, Flüchtlingen sowie Asylsuchenden aus Afghanistan gesicherte Perspektiven in Deutschland zu geben. Dazu gehörten Aufnahmezusagen, humanitäre Visa, ein unbürokratischer Familiennachzug sowie die Erteilung längerfristiger Aufenthaltstitel und auch ein Abschiebestopp nach Afghanistan, heißt es in der Stellungnahme, die den Landesregierungen schriftlich zugegangen ist. Zugleich dankte die Kirchenleitung den norddeutschen Bundesländern für ihre bisherige schnelle und unbürokratische Hilfe bei der Aufnahme von Ortskräften.

Der Beschluss im Wortlaut:

Stellungnahme der Kirchenleitung der Nordkirche zur Situation geflüchteter und gefährdeter Menschen aus Afghanistan

Die Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland nimmt mit großer Sorge die Situation in Afghanistan und das Leid der aus dem Land geflüchteten Menschen wahr. Sie sieht Deutschland als beim Einsatz in Afghanistan beteiligtes Land in einer besonderen Verantwortung und appelliert an die Politik, insbesondere an die Landesregierungen in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um die Not der von Gewalt und Unterdrückung im Land betroffenen Menschen zu lindern und den Flüchtlingen eine gesicherte Perspektive in Deutschland zu geben.

Die Kirchenleitung nimmt dabei mit Dank und Anerkennung wahr, dass die norddeutschen Länder schnell und unbürokratisch Aufnahme für bislang ausgeflogene Ortskräfte angeboten haben und verwirklichen. Zugleich ist sie der Überzeugung, dass auch weitere gefährdete Personen sowie die bereits hierzulande asylsuchenden Afghaninnen und Afghanen dringend eine Bleibeperspektive in Deutschland brauchen. Darunter sind auch Angehörige ethnischer und religiöser Minderheiten sowie Menschen, die sich für den demokratischen Aufbau der afghanischen Gesellschaft eingesetzt haben. Die Nordkirche unterstützt daher entsprechende Forderungen zahlreicher Initiativen und Organisationen aus der Zivilgesellschaft und bittet die Landesregierungen, sich bei der Bundesregierung dafür einzusetzen, insbesondere folgende Maßnahmen zu prüfen und wenn möglich umzusetzen:

1.     Die weitere Evakuierung von Geflüchteten aus den Nachbarländern Afghanistans,

2.     schriftliche Aufnahmezusagen für gefährdete Menschen, die sich noch in Afghanistan befinden,

3.     humanitäre Visa für Ortskräfte und andere gefährdete Menschen nach § 22 Satz 2 AufenthG,

4.     einen schnellen und unbürokratischen Familiennachzug zu Angehörigen, die bereits in Deutschland Zuflucht gefunden haben,

5.     ein Aufnahmeprogramm des Bundes für gefährdete afghanische Menschen, auch wenn sie sich bereits in Nachbarländern Afghanistans befinden, auf der Grundlage von §23 Abs. 2 AufenthG sowie eigene Aufnahmeprogramme der norddeutschen Bundesländer.

6.     eine Aufenthaltsperspektive für Geflüchtete aus Afghanistan, die bereits in Deutschland leben

– durch eine rasche Entscheidung der Asylanträge. Hier ist die besondere Gefährdung afghanischer Christinnen und Christen ist zu berücksichtigen.

– durch die Erteilung längerfristiger Aufenthaltstitel

– durch einen generellen Abschiebestopp nach Afghanistan.

In ihrem Schreiben betonte die Kirchenleitung darüber hinaus, dass alle Bemühungen von Politik und Zivilgesellschaft die dramatische Situation der afghanischen Bevölkerung nur in einem geringen Maße zu lindern vermögen. Sie ruft zur Fürbitte für alle Menschen auf, die unter Gewalt, Unterdrückung und Not leiden.

Rückfragen:

Michael Birgden, Kommunikationsdirektor Organisationskommunikation der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), Tel.: 040 30620 1105; Mobil: 0151 216 24787,
E-Mail: michael.birgden@kommunikation.nordkirche.de