Vertrieben vom Klima – Asylgrund Klimaflucht?

Sie sind herzlich zur Abschlussveranstaltung der Klimaflucht-Ausstellung eingeladen.
Der Abend steht unter dem Titel „Vertrieben vom Klima – Asylgrund Klimaflucht?“

Wo? Hamburger Hauptkirche St. Petri
Wann? Mittwoch, 30.9. um 19 Uhr.

Das Theaterprojekt der Stadtteilschule Bergedorf unter Leitung von Bernd Ruffer wird uns mit ihrer Performance „MARE NOSTRUM: Unser Meer – unsere Toten“, mit dem sie die Flucht über das Mittelmeer mit der Klimakrise verbinden, auf anschauliche Weise hineinnehmen.

Interviews mit „KlimaGesichtern“ aus verschiedenen Ländern und ein Vortrag von Sabine Minninger (Brot für die Welt, Berlin) über die rechtlichen Perspektiven von Menschen auf der Flucht wegen des Klimas vertiefen den Inhalt.

Hier finden Sie die Ankündigung und weitere Informationen über die bereits angelaufene Ausstellung.

Gesetzesänderungen im Bereich Abschiebung und Duldung

Online-Fortbildung

Gesetzesänderungen im Bereich Abschiebung und Duldung (Überblick)

am 30. September 2020 von 10:00 bis 13:30 Uhr
via Zoom

Die Veranstaltung gibt einen Überblick über wichtige gesetzliche Änderungen durch das „Migrationspaket“ vom Juli 2019, insbesondere die Verschärfungen für Asylsuchende und Geduldete durch das „Hau-Ab-Gesetz II“ (auch: „Geordnete-Rückkehr-Gesetz“) und die Neuregelungen zur Ausbildungs- und Beschäftigungsduldung. Besprochen werden u. a. die Regelungen zur „Duldung 2. Klasse“, zur erleichterten Ausweisung und erleichterten Abschiebungshaft sowie zur Durchsuchung von Wohnunterkünften.

Referent: Heiko Habbe (fluchtpunkt)
Kosten: 30,-€ für Mitglieder des Diakonischen Werkes
40,-€ für Nicht-Mitglieder

Sie erhalten kurz nach der Veranstaltung eine Rechnung, die Ihnen per Mail zugesandt wird. Eine Teilnahme ist nur nach schriftlicher Bestätigung möglich.
Diese erhalten Sie ab dem 14.09.2020.

Falls Sie den Termin nicht wahrnehmen können, bitten wir um Abmeldung bis 10 Tage vor der Veranstaltung. Wenn wir keinen Ersatz für Sie finden (oder Sie einen Ersatz stellen) sowie bei Nichterscheinen, stellen wir Ihnen den Teilnahmebeitrag in Rechnung. Weitere Informationen finden Sie in unsere Teilnahmebedingungen.
Sollten Sie an dem Morgen nicht in Zoom reinkommen, rufen Sie uns bitte an.
Die Teilnahmegebühren für Fortbildungen sind stark vom DW subventioniert. Ziel ist die regelmäßige Qualifizierung der Mitarbeitenden unserer Einrichtungen in Hamburg und der Nordkirche. Die Fortbildung steht Mitarbeitenden anderer Wohlfahrtsverbände offen.
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Anmeldung nur per email (bis zum 20.09.2020) an:
anmeldung.me@diakonie-hamburg.de
Bitte Namen, Einrichtung und Telefon angeben.
Rückfragen Marjan van Harten; Referat Migration; Tel: 040-30620-434
Kay Möller-Rybakowski, Referat Migration; Tel: 030- 30620 -327

Gewaltschutz in Flüchtlingsunterkünften – jetzt erst recht!

Sie sind herzlich eingeladen bei der Online Fachveranstaltung mit dem Titel „Gewaltschutz in Flüchtlingsunterkünften – jetzt erst recht!“ am 29. September sowie 01. und 02. Oktober 2020 teilzunehmen.

Für Landesbehörden, Kommunen und Einrichtungsleitungen ist es eine zentrale Aufgabe, geflüchteten Menschen eine schützende Unterbringung anzubieten. Mit den Neuerungen im Asylgesetz aus dem letzten Jahr wird die Verpflichtung der Bundesländer unterstrichen, „geeignete Maßnahmen“ zum Schutz von besonders schutzbedürftigen Personen in Flüchtlingsunterkünften zu ergreifen.
Auch bereits vor der gesetzlichen Verpflichtung haben zahlreiche zuständige Landesbehörden oftmals im Zusammenwirken mit Trägern der Freien Wohlfahrtspflege, zivilgesellschaftlichen Akteuren und engagierten Praktiker*innen vielfältige Maßnahmen für den Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften erprobt und implementiert. Immer mehr Bundesländer und Kommunen bündeln Schutzmaßnahmen in Schutzkonzepte, die den Anspruch haben, Gewaltschutz fest im tagtäglichen Umgang mit geflüchteten Menschen in Unterkünften zu verankern.
Doch wie steht es aktuell tatsächlich um den Gewaltschutz in Unterkünften für geflüchtete Menschen? Welche konkreten Maßnahmen zur Umsetzung des Gewaltschutzes wurden auf Landes- und kommunaler Ebene auf den Weg gebracht, welche haben sich bewährt? Welche weiteren Handlungsbedarfe und Anknüpfungspunkte auf kommunaler und Länderebene bezüglich des Gewaltschutzes in Unterkünften für geflüchtete Menschen lassen sich erkennen?

Auf der Fachveranstaltung nehmen wir die jüngsten Entwicklungen und gewonnenen Erfahrungen seit Einführung der neuen Regelungen im Asylgesetz in den Fokus. Ziel ist es, Vertreter*innen der zuständigen Behörden, der Praxis und der Zivilgesellschaft in einen konstruktiven Austausch zu bringen.

Die Online Fachveranstaltung findet im Rahmen des vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Projektes „Dezentrale Beratungs- und Unterstützungsstruktur für Gewaltschutz in Flüchtlingsunterkünften“ (DeBUG) und der Bundesinitiative „Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ statt. Veranstalter*innen sind die projektbeteiligten Wohlfahrtsverbände – Deutscher Caritasverband, Der Paritätische Gesamtverband, Deutsches Rote Kreuz sowie Diakonie Deutschland – in Kooperation mit UNICEF Deutschland.

Titel: „Gewaltschutz in Flüchtlingsunterkünften – jetzt erst recht!“
Datum und Uhrzeit: Di., 29.09.20 | 09:30 – 12:00 Uhr

Do., 01.10.20 | 09:30 – 11:00 Uhr und 13:00 – 14:30 Uhr

Fr., 02.10.20 | 09:30 – 11:00 Uhr und 13:00 – 14:30 Uhr

Online-Plattformen: Webex Meetings und Edudip
Zielgruppe: Vertreter*innen von Landesbehörden und Kommunen

Vertreter*innen von zivilgesellschaftlichen Organisationen

Vertreter*innen von Betreiberorganisationen

Fachkräfte in Flüchtlingsunterkünften

Infos und Anmeldung: https://www.gewaltschutz-gu.de/veranstaltungen/aktuell-1/online-fachveranstaltung

Anmeldung erbeten bis zum 18.09.2020

FAQ- Was machst Du? Gespräche mit Praktiker*innen im Flüchtlingsschutz

Am 28.09. um 16:30 bis 17:30 Uhr findet die zweite FAQ- Was machst Du? Gespräche mit Praktiker*innen im Flüchtlingsschutz-Veranstaltung statt.

Pia-Luisa Lenz ist Journalistin und Dokumentarfilmerin.  In ihren Beiträgen widmet sie sich unter anderem den Themen Flucht, Ankommen und berichtet über das Leben in Kriegsgebieten oder dem globalen Süden. Ihr Dokumentarfilm „Alles Gut“, der das Leben von zwei Kindern und ihren Familien beschreibt, die 2015 auf ihrer Flucht nach Hamburg Othmarschen kamen, wurde mit dem Grimme Preis ausgezeichnet.

Was bewegt Pia Lenz, sich mit den Themen Flucht, Migration und Integration auseinanderzusetzen? Was ist das besondere an einer Dokumentation, einem Fernsehbeitrag über diese Themen? Was hat sie in der Zusammenarbeit mit den Protagonist*innen ihrer Beiträge bewegt? Und wie war es für jene, die gefilmt wurden?

Über diese und andere Fragen möchten wir mit Pia Lenz sowie eine*r Protagonist*in des Films und Ihnen ins Gespräch kommen. Anmelden können Sie sich hier.

Shocking News? Nicht erst seit gestern… Moria und die europäische Politik

Wie kein anderer Ort steht das vollkommen überfüllte und unterversorgte Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos für das Versagen einer europäischen Flüchtlingspolitik. Nicht erst seit dem Brand in der letzten Woche, sondern bereits seit Jahren ist klar: Hier leben Menschen unter menschenunwürdigen Bedingungen in Europa. Statt auf eine gemeinsame Migrations- und Flüchtlingspolitik setzt die europäische Union dabei klar auf Abschreckung.

Die Entwicklungen der letzten Woche erhöhen den Handlungsdruck. Der griechische Arzt Apostolos Veizis von Ärzte ohne Grenzen begleitet die Geschehnisse auf Lesbos seit Jahren. Er gibt einen aktuellen Überblick zur Situation der Geflüchteten auf Lesbos. Mit Michael Gwosdz, parlamentarischer Geschäftsführer der grünen Bürgerschaftsfraktion und Sprecher für Flucht und Religion, hören wir eine politische Stimme dazu, was nach dem Versagen einer gemeinsamen europäischen Politik jetzt auf nationaler und der Ebene von Bundesländern und Kommunen getan werden muss.

Moderiert wird die Veranstaltung von Mekonnen Mesghena, Heinrich-Böll-Stiftung

Die Veranstaltung findet überwiegend auf Englisch statt.
Eine schriftliche Anmeldung ist erforderlich unter info@boell-hamburg.de

Die Veranstaltung findet auf zoom statt und dauert voraussichtlich 90 Minuten.
Die Zugangsdaten werden kurz vor der Veranstaltung verschickt.

Klimaflucht – der Klimawandel hat viele Gesichter

Ausstellung und Begleitprogramm in der Hamburger Hauptkirche St. Petri vom 14.9. – 1.10.2020

Welche Auswirkungen hat die globale Erderwärmung auf die Fischer im Mekong-Delta? Welche Sorgen haben die Olivenbäuerinnen in Griechenland? Was hat das alles mit Klimapolitik und unserer eigenen Lebens- und Wirtschaftsweise zu tun? Die Klimakrise hat bereits massive Auswirkungen auf das Leben aller Menschen und ist Ursache für Flucht und Vertreibung.

 

Vom 14. September bis 1. Oktober wird in der Hauptkirche St. Petri die Ausstellung KLIMAFLUCHT der Deutschen KlimaStiftung zu sehen sein.
Sie präsentiert lebensgroße Figuren, die in Audiobeiträgen über ihre Schicksale, Sorgen und Hoffnungen aus allen Teilen der Welt berichten.
Montags bis freitags sind in der Zeit von 10 – 17 Uhr Ausstellungsbegleiter*innen vor Ort, die zum Gespräch und Weiterdenken bereit sind.

Wir bieten zusätzlich im Zeitraum 15.-30.09. kurze Workshops für Konfi- und Firmgruppen an.
Terminanfragen bitte an Dietrich Gerstner per E-Mail d.gerstner@nordkirche-weltweit.de oder telefonisch 0157-32054018.

Weitere Bildungsangebote im Zusammenhang mit der Ausstellung gibt es übrigens während
– der Hamburger Klimawoche vom 21.-27.09.20 (https://www.klimawoche.de)
und
– der Bildungswoche für Schulen Wetter.Wasser.Waterkant vom 21.-25.09. (https://tutech.de/www2020-programm-der-bildungswoche).

 

Herzliche Einladung auch zur offiziellen Eröffnung der Klimaflucht-Ausstellung am Montag, 14. September um 19 – 21 Uhr mit Musik, Kurzvortrag zu Klimaflucht und einer Einführung in die Ausstellung.

Wo?                      Ev.-Luth. Hauptkirche St. Petri, Bei der Petrikirche 2, 20095 Hamburg

Wann?                 Montag, 14.9. – Donnerstag, 1.10.2020 während der Öffnungszeiten der Kirche

Für wen?            Alle Interessierte, Firm- und Konfi-Gruppen, Schulklassen ab Klasse 7

Wer?                    Churches for Future Hamburg, Stiftung Rüm Hart, Engagement Global gGmbH und Hauptkirche St. Petri in Kooperation mit der Deutschen KlimaStiftung Bremerhaven

Hier hier geht es zum Flyer

FAQ – was machst Du? Gespräche mit Praktiker*innen im Flüchtlingsschutz

Was motiviert eine Journalistin und Filmemacherin, das Thema Flucht zu bearbeiten? Wieso engagiert sich jemand als Freiwillige*r auf der Sea Watch? Und was ist Abschiebungsbeobachtung?

Unsere Veranstaltungsreihe FAQ bietet die Möglichkeit, mit Praktiker*innen im Flüchtlingsschutz ins Gespräch zu kommen. In einer einstündigen Session sprechen wir über Motive, die Arbeitspraxis und aktuelle Herausforderungen. Es wird die Möglichkeit geben, eigene Fragen zu stellen.

Zum Auftakt kommen wir mit dem Abschiebungsbeobachter ins Gespräch und laden Sie und euch ein, am

31.08.2020 von 16:30 bis 17:30 Uhr

Felix Wieneke kennenzulernen.

Er hat in den vergangenen 2 ½ Jahren für das Diakonische Werk Abschiebungen am Hamburger Flughafen dokumentiert. Sein Projekt endet in Kürze und zum Abschluss stellt er seine Erkenntnisse vor und spricht mit uns über diese ungewöhnliche Stelle.

Die Abschiebungsbeobachtung ist ein Instrument zur Sicherung menschenrechtlicher Standards und sorgt für Transparenz in der behördlichen Arbeit in diesem Bereich. Wenn Sie daran Interessiert sind, an der einstündigen digitalen Session über Zoom teilzunehmen, können Sie sich hier anmelden:https://www.diakonie-hamburg.de/de/veranstaltungen/FAQ-was-machst-Du

 

Podiumsdiskussion zu „Utopie ohne Abschiebehaft“

Podiumsteilnehmer*innen:
Peter Fahlbusch | Rechtsanwalt
Stefan Keßler | Jesuiten-Flüchtlingsdienst
PD Dr. Monika Mokre | Sozialwissenschaftlerin
Prof. Dr. Johanna Schmidt-Räntsch | Richterin Bundesgerichtshof

Die Abschiebehaft in Deutschland wurde vergangenes Jahr 100 Jahre alt.
Mit dem Hau-Ab-Gesetz hat sie in 2019 zudem einige Verschärfungen erfahren. Das Podium beleuchtet die aktuelle Praxis der Abschiebehaft aus verschiedenen Perspektiven und geht dabei auf die Verschärfungen von 2019 ein. Es wird die (Un-)Möglichkeit einer Utopie ohne Abschiebehaft diskutiert und dabei Wege erörtert, wie eine Gesellschaft ohne Abschiebehaft aussehen kann, und wie die 100-jährige Tradition in Deutschland mit ihrer menschenunwürdigen Geschichte überwunden werden kann.

Die Abschiebungshaftanstalt in Glückstadt befindet sich nach Auskunft gewöhnlich Gutunterrichteter im Zeitplan. Es bleibt bei den bis dato von der Landesregierung verlautbarten 60 Plätzen (20 für SH; 20 für HH; 20 für MP).
Die Übergabe des hinter einer begrünten 5 Meter hohen Mauer versteckten Umbaus einer im Jahr 1936 von den Nazis errichteten Kasernenanlage soll am 2.Januar 2021 erfolgen.
Die Inbetriebnahme wird zu einem bis dato noch nicht bekannten Datum allerdings erst später stattfinden.
Der Flüchtlingsrat hat sich bekanntermaßen leider mit seiner Kritik am Abschiebungshaftvollzugsgesetzentwurf und am Entwurf einer DVO AHaftVollzG SH nicht durchsetzen können.
Der im Abschiebungshaftvollzugsgesetz (AHaftVollzG SH) vorgesehene Landesbeirat wird derzeit gebildet. Seine Zusammensetzung – über eine/n MdL und den Landesflüchtlingsbeauftragten hinaus – steht noch nicht fest.
Vorgesehen ist eine Sozialberatung, eine seelsorgerische Betreuung und eine psychiatrische Begleitung.
Demnach ist eine Rechtsberatung nicht vorgesehen. Da müssen dann wohl andere Wege gefunden werden, ggf. den Insassen zu ihrem Recht zu verhelfen.

Das Podium wird online per Zoom stattfinden.
Bei Interesse an derTeilnahme schreiben Sie eine E-Mail an kontakt@100-jahre-abschiebehaft.de mit dem Betreff „Podiumsdiskussion“.
Dann senden wir Ihnen die Zugangsdaten zu.

Die Diskussion wird veranstaltet von der Kampagne

100 Jahre Abschiebehaft und der BAG Kirchenasyl.

BERLIN ALEXANDERPLATZ

Ab dem 16. Juli im Abaton Kino startet der Film, welcher ein relevantes und aktuelles Thema aus der Sozialarbeit aufgreift: Flucht, Ankommen und Neuorientierung bilden dabei den Rahmen für eine packende Handlung. Mit visuellem Feinschliff und einem unglaublichen Cast schafft Regisseur Burhan Qurbani mit BERLIN ALEXANDERPLATZ nicht nur ein cineastisches Meisterwerk in der deutschen Filmlandschaft, sondern regt mit seiner realitätsnahen Darstellung zum Diskurs an.

Wir wollen wegen der unmittelbaren Verbindung zu unserer alltäglichen Öffentlichkeitsarbeit im Schwerpunkt Migration zur Popularität des Filmes beitragen. Aus dem Grund verlosen wir 2 Freikarten für die Preview-Vorstellung am 15. Juli um 20 Uhr im Autokino am Heiligengeistfeld. Wie Sie zu den glücklichen Gewinner*innen der Freikarten werden können, erfahren Sie auf unserem Facebook-Account von hamburgasyl ab dem 06.07.20.

Bild-ID: BERLIN ALEXANDERPLATZ_Plakat
© 2019 eOne Germany

 

Kurzinhalt
Dies ist die Geschichte von Francis (Welket Bungué). Auf der Flucht von Afrika nach Europa kentert er und rettet sich mit letzter Kraft an einen Strand der Mittelmeerküste. Dort schwört er dem lieben Gott, dass er von nun an ein guter, ein anständiger Mensch sein will. Bald führt Francis‘ Weg nach Berlin und jetzt ist es an ihm, seinen Schwur auch einzuhalten. Doch die Lebensumstände als staatenloser Flüchtling machen es ihm nicht einfach. Das Schicksal wird ihn auf eine harte Probe stellen. Dann trifft er auf den zwielichtigen deutschen Drogendealer Reinhold (Albrecht Schuch) und die Leben der beiden Männer verbinden sich zu einer düsteren Schicksalsgemeinschaft.
Immer wieder versucht Reinhold, Francis für seine Zwecke einzuspannen, immer wieder widersteht er. Schließlich wird Francis von Reinhold verraten und verliert bei einem Unfall seinen linken Arm. Francis wird von Mieze (Jella Haase) aufgenommen und aus seiner Verzweiflung gerettet. Die beiden verlieben sich und werden ein Paar. Seine Geschichte könnte sich nun eigentlich gut ausgehen. Doch Francis kann der Anziehung von Reinhold nicht widerstehen…

Pressenotiz
Sein Gespür für die Randgruppen unserer Gesellschaft, für komplexe und relevante Themen, die mit starker visueller Sprache, spielerischen Erzählformen und eigenwilliger Handschrift für die große Leinwand inszeniert sind, hat Burhan Qurbani (rechts auf dem Bild) bereits mit „Shahada“ (2010) und „Wir sind jung. Wir sind stark“ (2014) bewiesen.

Für BERLIN ALEXANDERPLATZ konnte er erneut ein außergewöhnliches Schauspielerensemble gewinnen: Die Rolle des Francis spielt Welket Bungué, der 2017 auf der Berlinale mit dem Film „Joaquim“ auf sich aufmerksam machte. Jella Haase („Das perfekte Geheimnis“, „4 Könige“) ist als Mieze zu sehen, Reinhold wird von Albrecht Schuch („Systemsprenger“, „Bad Banks“) verkörpert. In weiteren Rollen sind u.a. Joachim Król („Der Junge muss an die frische Luft“, „Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm“), Annabelle Mandeng („Unknown Identity“) und Nils Verkooijen („Briefgeheim“) besetzt. Das Drehbuch schrieb Qurbani zusammen mit Martin Behnke („Wir sind jung. Wir sind stark“, „Dark“), Yoshi Heimrath („Wir sind jung. Wir sind stark“, „Das Verschwinden“) führte die Kamera. Seine glamouröse Weltpremiere feierte BERLIN ALEXANDERPLATZ im Wettbewerb der 70. Internationalen Filmfestspiele Berlin.

Bild-ID: Porträt Burhan Qurbani (c) 2015 Malik Vitthal
© 2015 Malik Vitthal
Regisseur Burhan Qurbani

Bei der 70. Verleihung des Deutschen Filmpreises wurde das Team um Burhan Qurbani mit insgesamt 5 Lola-Trophäen geehrt:

Bester Spielfilm / Silberne Lola (Leif Alexis, Jochen Laube & Fabian Maubach)

Beste Männliche Nebenrolle (Albrecht Schuch)

Beste Kamera/Bildgestaltung (Yoshi Heimrath) ,

Beste Filmmusik (Dascha Dauenhauer)

Bestes Szenenbild (Silke Buhr)

Trailer

Produziert wurde BERLIN ALEXANDERPLATZ von den Produzenten Leif Alexis, Jochen Laube und Fabian Maubach und der Sommerhaus Filmproduktion („Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“, „In den Gängen“) in Koproduktion mit dem ZDF, in Zusammenarbeit mit Arte. Lemming Film ist der holländische Koproduzent. Gefördert wurde der Film durch das Medienboard Berlin-Brandenburg (MBB), die Medien- und Filmgesellschaft BadenWürttemberg (MFG) sowie die Film- und Medienstiftung NRW, durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), die Filmförderungsanstalt (FFA), den Deutschen Filmförderfonds (DFFF), Netherlands Film Fund, The Netherlands Film Production Incentive und Eurimages – Council of Europe. Der Film wurde entwickelt mit der Unterstützung von Eurimages und TorinoFilmLab. Der Weltvertrieb liegt bei Beta Cinema.